Deutscher Gewerkschaftsbund

09.11.2020

Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen und privatisierten Sektor

Machen wir die Gewalt sichtbar

Machen wir die Gewalt sichtbar

Deutscher Gewerkschaftsbund - © DGB-Initiative "Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch"

2019 erreichte die Zahl von Angriffen auf Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte einen neuen Negativrekord, Übergriffe auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahn haben sich in wenigen Jahren fast verdreifacht und auch viele andere Beschäftigte im Dienst der Gesellschaft fühlen sich im Berufsalltag nicht mehr sicher. Dazu gehören beispielsweise Rettungskräfte, Feuerwehrleute oder Beschäftigte der Ordnungsämter, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von öffentlichen Verkehrsbetrieben und Entsorgungsunternehmen, Lehrerinnen und Lehrer, Beschäftigte in Jobcentern, Bürgerämtern, Bädern, bei den Gerichten und in Justizvollzugsanstalten. Auch sie werden zunehmen angepöbelt, attackiert, bedroht und beleidigt. Die Statistik und auch die täglichen Erfahrungen der Beschäftigten sprechen eine deutliche Sprache: Gewalt ist für die, auf die sich unsere Gesellschaft tagtäglich stützt, Alltag geworden.

Vor dem Hintergrund der steigenden Respektlosigkeit und Übergriffe auf Beschäftigte im öffentlichen und privatisierten Sektor nehmen der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften diese Entwicklung seit Jahren mit wachsender Besorgnis zur Kenntnis und haben daher auf ihrem Ordentlichen Bundeskongress im vergangenen Jahr beschlossen, die Problematik in die Öffentlichkeit, die Dienststellen und in die Politik zu tragen. Mit einer breit angelegten Initiative machen wir deutlich, was die Beschäftigten des öffentlichen und privatisierten Sektors täglich für die Gesellschaft leisten – und was sie im Gegenzug erfahren.

Unser Slogan lautet: Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch. Diese grundlegende Feststellung vermitteln wir der Öffentlichkeit und wollen so eine Einstellungsänderung hin zu mehr Respekt und Verständnis anstoßen. Doch auch Arbeitgeber, Dienstherren und letztendlich die politischen Entscheidungsträgerinnen und -träger sollen verstärkt sensibilisiert und an ihre Verantwortung für die Beschäftigten erinnert werden.

Unter www.mensch.dgb.de ist eine Karte freigeschaltet, auf der Vorfälle/Übergriffe gemeldet werden können. Unter https://mensch.dgb.de/vorfaelle finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema.

Ihr habt von Übergriffen gegen Beschäftigte bei Bahn, Einsatzkräften oder anderen Berufsgruppen im Dienst der Gesellschaft gehört? Oder ihr seid selbst Opfer geworden? Machen wir diese inakzeptable Gewalt endlich sichtbar!

Meldet uns jetzt eure Vorfälle und wir machen auf unserer Deutschlandkarte sichtbar, an wie vielen Orten Beschäftigte im öffentlichen und privatisierten Sektor bedroht und angegriffen werden!

Warum? Die Angriffe, die unsere Kolleginnen und Kollegen täglich erfahren, werden immer noch nicht systematisch erfasst. Wir machen einen ersten Schritt. Denn je mehr wir über die Gewalt wissen, desto besser können wir für Verbesserungen kämpfen.
#HierArbeitetEinMensch"

Unter diesem Link findet ihr unsere Kommunikation auf Facebook und Co dazu:

https://www.facebook.com/DGB.Bundesvorstand/photos/a.156452817709463/3613254528695924/

https://www.instagram.com/p/CHPjaops7mw/

 

 


Nach oben

Reichtumsuhr Deutschland

Ein Projekt des DGB Hessen-Thüringen & ver.di Hessen

 

Informationen zur Reichtumsuhr hier 

Mit uns für den DGB
Arbeit und Leben Thüringen e.V.