Deutscher Gewerkschaftsbund

24.11.2016

DemokratieberaterInnen für den DGB Bezirk Hessen-Thüringen

Julia Wilke

Julia Wilke

Julia Wilke

Mein Name ist Julia Wilke und ich lebe in Jena. Dort habe ich mein Soziologiestudium mit Schwerpunkt Arbeits- und Wirtschaftssoziologie abgeschlossen. Durch die Studieninhalte bin ich zur Gewerkschaftsarbeit gekommen. Bisher habe mich in der DGB Jugend in der Bildungsarbeit engagiert und danach meine Berufseinstieg in einem gewerkschaftlichen Projekt angestrebt, weil mir Solidarität und gute Arbeit- und Lebensbedingungen für alle am Herzen liegen. Meine Freizeit verbringe ich oft mit Familie und Freunden, bin gerne draußen und kümmere mich um zwei Shetlandponys.

Wo und wie bist du im DGB aktiv?

Als Projektkoordinatorin von „Gut beraten?! Mit Konzept“ bin ich bis jetzt viel im DGB Thüringen herumgekommen, habe die Arbeit einiger Kreis- und Stadtverbände näher kennengelernt, mit allen InteressentInnen für die DemokratieberaterInnenausbildung gesprochen und die ausgebildeten BeraterInnen weiter unterstützt. Nach den Bedarfen der Stadt- und Kreisverbände haben wir auch thematische Fortbildungen angeboten und umgesetzt, sodass ich hier auch einiges Wissen zugewinnen konnte.

 

Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Ich finde es wichtig, mich für eine Gesellschaft zu engagieren, die solidarisch ist und somit Ausgrenzung entgegentritt. Politische Arbeit ist dabei ein Weg, der mir Spaß macht, weil ich mit verschiedenen Menschen ins Gespräch komme, voneinander lernen möglich ist und daraus gemeinsame Aktionen entstehen können. Ich habe Respekt vor dem was die Ehrenamtlichen und auch Hauptamtlichen im DGB leisten, möchte gerne weiter ein Teil davon sein und diese unterstützen.

Was findest du an Beratung gut?

Die Struktur eines Beratungsgesprächs ist eine hilfreiche Methode um Gespräche konstruktiv zu führen, weil darin Elemente enthalten sind, die bei normalen Alltagsgesprächen oft fehlen. So ist Zeit und Raum für außergewöhnliche Fragen. Es ist sehr schön zu sehen, wie viel diese bewirken können, wenn dadurch festgefahrenen Situationen aufbrechen und neue Lösungswege entstehen. Bis jetzt habe ich immer erlebt, dass die Fallgebenden zufrieden aus der Beratung gehen. Das empathische Mitgehen mit dem Erzählten fällt mir leicht, gut ist daher auch die Beratungsgrundregel: „Der Fall bleibt bei dem/der FallgeberIn und wird nicht von dem/der BeraterIn gelöst.“

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

Da es bei einer Beratung auch hilfreich ist, einen gewissen Abstand zum Thema zu haben, sind Themen aus der Arbeit der Kreis- und Stadtverbände allgemein für mich passend, da ich in keinem direkt eingebunden bin. Ich freu mich weiter ehrenamtlich für den DGB Thüringen als Demokratieberaterin unterwegs zu sein und habe dafür keine besonderen Themenfelder.

Kathrin Heinrich

Kathrin Heinrich

Kathrin Heinrich

Mein Name ist Kathrin Heinrich. Ich arbeite als Projektleiterin für das Projekt „Gut beraten?! Mit Konzept“ bei Arbeit und Leben Thüringen e. V. Gewerkschaftlich organisiert bin ich bei der GEW Erfurt und mein ehrenamtliches Engagement liegt vor allem im sozialen Bereich. Wenn neben Familie, Arbeit und Ehrenamt noch Zeit ist, spiele ich Schwarzlichttheater und genieße spannende Filme, gute Musik oder auch gern mal das süße Nichtstun.

Wo und wie bist du im DGB aktiv?

Als Projektleiterin von „Gut beraten?! Mit Konzept“ gehört es zu meinen Aufgaben, die über das Projekt ausgebildeten DGB-Demokratieberater*innen zu betreuen und selbst als Demokratieberaterin für den DGB aktiv zu sein. Das macht mir großen Spaß und ich bin sehr glücklich, das tun zu dürfen, denn ich arbeite sehr gern mit Menschen, die sich für eine Sache, eine Idee, ein Ziel begeistern können. Und zwar so sehr, dass sie zusätzlich zu persönlichen Interessen, zu Job und Familie stets Zeit und Energie aufbringen, um sich zu engagieren und sich damit uneigennützig für andere Menschen einsetzen.

Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Ich kann es nicht ertragen, wenn Menschen ungerecht behandelt werden oder wenn ihnen, in welcher Form auch immer, Gewalt angetan wird. Mich im Ehrenamt für gewaltfreies, wertschätzendes Miteinander einzusetzen und dadurch Menschen bessere Möglichkeiten für ein selbstbestimmtes, angstfreies Leben schaffen zu können, ist für mich Motivation.

Was findest du an Beratung gut?

Schon die Gesprächssituation, die für eine Beratung geschaffen wird, ist gut. Es nimmt sich jemand Zeit, um sich ausschließlich mit der Frage, dem Problem, einer Herausforderung eines anderen Menschen auseinanderzusetzen. Für mich die beste Möglichkeit, um auf andere Perspektiven, neue „Horizonte“ zu stoßen. Beratung bietet bestmögliche Unterstützung bei der Suche nach Lösungen, ohne zu bevormunden, ohne zu bewerten. In der Ausbildung zur Demokratieberaterin habe ich gelernt, die richtigen Fragen zu stellen. Und es funktioniert. Das fasziniert mich.

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

Zu begleiten, wenn Entscheidungen getroffen, verschiedene Aspekte abgewogen werden müssen, das kann ich mir gut vorstellen. Egal, ob für eine Gruppe oder einzelne Personen. Auch wenn es darum geht, neue Ideen für „traditionsbeladene“ Aufgaben zu entwickeln, kann ich gut unterstützen.

Olaf Kämpfer

Olaf Kämpfer

Olaf Kämpfer

Mein Name ist Olaf Kämpfer. Ich arbeite als freigestellter Betriebsratsvorsitzender bei Schmitz Cargobull Gotha GmbH. Neben meiner Familie und sportlichen Hobbys engagiere ich mich vielfach gemeinnützig, z. B. als ehrenamtlicher Richter.

Wo und wie bist du im DGB aktiv?

Seit gut vier Jahren bin ich ehrenamtlicher Kreisvorsitzender des DGB Kreisverbandes in Gotha. Ich wurde von der IG Metall, in der ich vielfach aktiv bin und mehrere Funktionen innehabe , zum DGB KV delegiert und bin heute froh drum, da wir viel mit dem KV auf die Beine stellen. Wichtig ist dabei besonders Ansprechpartner zu den acht Gewerkschaften möglichst vor Ort in Gotha anbieten zu können. Damit die Präsenz der Gewerkschaften greifbar und verstärkt wird. Schließlich fühlen wir uns der traditionellen Arbeiterbewegung verpflichtet, die in Gotha eine lange Geschichte hat. Neben politischen Aktionen machen wir auch kulturelle Veranstaltungen. Gerade sind wir in der Vorbereitung zu einer politischen Informationsveranstaltung, in der wir uns mit den aus Arbeitnehmersicht relevanten Aspekten im AfD-Parteiprogramm auseinandersetzen.

Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Das Motto: Nie die Hoffnung verlieren und versuchen die Welt ein Stückchen gerechter zu machen. Dienst an der Gesellschaft leisten zu wollen, ist der Antrieb für meine Ehrenamtsarbeit. Und wenn ich dabei ein zufriedenes Gesicht sehe, nach einer Beratung zum Beispiel, dann motiviert mich das besonders weiterzumachen.

Was findest du an Beratung gut?

Dass Beratung als Methode ganz auf, möglichst gewaltfreie, Kommunikation setzt. In meinem beruflichen wie privaten Lebensweg habe ich mittlerweile verinnerlicht, dass mit guter Kommunikation so viel mehr erreicht werden kann, als mit Druck. Zudem bin ich dadurch auch gelassener und ruhiger geworden. Diese Erfahrung gebe ich gerne weiter. Und es ist eine sehr spannende Aufgabe andere bei ihrer Problem- oder Konfliktbearbeitung begleiten zu können.

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

Generell bei zwischenmenschlichen Problemen möchte ich gerne beraten. Inhaltlich bin ich nicht festgelegt, kann mir Themen vorstellen, die ich durch meine Erwerbs- und Ehrenamtsbiographie kenne, sowie auch Themen mit denen ich bisher noch nichts zu tun hatte.

Uta Zaspel-Bornemann

„Weil es mir wichtig ist, dass die Interessen der ArbeitnehmerInnen zunehmend Gehör finden“ Uta Zaspel-Bornemann

Uta Zaspel-Bornemann

(Wer bist du?)

Ich bin Uta und schon seit der Wende gewerkschaftlich aktiv; sowohl haupt- als auch ehrenamtlich. Ich war Jugendsektretärin bei der ÖTV, der Vorgängergewerkschaft von ver.di und Gewerkschaftssekretärin bei ver.di. Privat kümmere ich mich leidenschaftlich um meine Familie und meine beiden Hunde. Mein Freizeit nutze ich gerne um auch einmal an mich selbst zu denken, wie z.B. laufen und schwimmen zu gehen.

Wo und wie bist du im DGB aktiv?

Ich bin hauptamtlich beim DGB angestellt und arbeite im Büro in Nordhausen. Die Betreuung der DGB-Kreisverbände in Nordthüringen ist meine Aufgabe. Dies sind der Unstrut-Hainich-Kreis, Kyffhäuserkreis, Eichsfeldkreis und der Landkreis Nordhausen. Ich organisiere die Sitzungen der Kreisverbände und unterstütze sie bei der Planung und Durchführung regionaler Veranstaltungen. Zudem bin ich noch Vorsitzende des ver.di-Ortsvereinsvorstandes Nordhausen, das heißt ich organisiere die Arbeit dieses Gremiums.

Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Ich bin interessiert die Gewerkschaft mitzugestalten. Besonders die vielen Diskussionen mit Menschen unterschiedlichster Meinungen motivieren ungemein. Dadurch erfahre ich andere Sichtweisen auf spezielle Sachverhalte, die ich dann in meine Arbeit einfließen lasse. Mir ist die erfolgreiche Arbeit der Gewerkschaft sehr wichtig und es erfüllt mich, ein aktiver Teil dieser solidarischen Gemeinschaft zu sein.

Was findest du an Beratung gut?

Alles (-; Die Chance, verfahrene Situationen aufzulösen, das Denken in neue Richtungen anzuregen und die  Zufriedenheit der Beteiligten im Zusammenhang mit dem bearbeiteten Thema zu erhöhen.

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

Besonders Moderation habe ich schon viel angewendet und kann da gern unterstützen. Ansonsten bin ich für jegliche Beratung gerne bereit.

Statement:

„Weil es mir wichtig ist, dass die Interessen der ArbeitnehmerInnen zunehmend Gehör finden“

 

Tiny Hobbs

„Ich bin im DGB und nicht nur dort, um mich zu vernetzen. Ich suche Leute, die nicht nur sagen „man sollte dies oder jenes tun“, sondern die, die anpacken. Mit denen mache ich dann das, was für ArbeitnehmerInnen gut ist – insbesondere für die Jüngeren“ Tiny Hobbs

Tiny Hobbs

(Wer bist du?)

Ich bin Tiny Hobbs, freigestellter Betriebsrat der Deutschen Post AG. Ich arbeite in Frankfurt am Main mit 31 anderen BetriebsrätInnen zusammen. Wir sind verantwortlich für 4.600 Beschäftigte der Postleitzahlregionen 60, 61 und 63. Wir streiten oft für die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben, Tarifvereinbarungen und Tarifverträge.

Wo und wie bist du im DGB aktiv?

Ich bin im DGB Kreisvorstand Offenbach aktiv, insbesondere um mich mit den regionalen Aktiven zu vernetzen. Jedes Jahr veranstalte ich das „Mahl der Arbeit“ mit, wo viele GewerkschafterInnen zusammenkommen und PolitikerInnen eingeladen werden. So werden wir gemeinsam stärker, wenn wir uns kennen und auch mal auf dem „kurzen Dienstweg“ austauschen.

Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Ich erlebe es jeden Tag, dass Verträge auslaufen, dann Leute anrufen, die noch Urlaub und Überstunden haben. Der Konzern nutzt jede Möglichkeit, aber die Beschäftigten haben geglaubt, wenn sie besonders fleißig sind, dann bekommen sie eine Festanstellung. Auch die sogenannte „sachgrundlose Befristung“ aus dem §14 des Teilzeit- und Befristungsgesetzes muss unbedingt weg! Das schadet den ArbeitnehmerInnen und raubt ihnen Selbstbewusstsein.

Was findest du an Beratung gut?

Das Schöne an Beratung ist, dass ich Menschen damit helfen kann. Ich helfe ihnen, Wege zu finden, für die sie sich entscheiden können. Ich selber lerne viel bei jeder Beratung. Oft sehen Menschen ihre Möglichkeiten nicht, aber durch die Beratung finden sie neue, bekommen damit mehr Möglichkeiten und können selbst entscheiden. Das finde ich toll.

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

Es gibt mir besondere Zufriedenheit, wenn Menschen, die den Eindruck mitbringen, sie würden in einer Sackgasse stecken, plötzlich merken, dass diese keine ist. Oft heißt es „ich muss doch“. Ich möchte ihnen Mut machen, neue Entscheidungsmöglichkeiten zeigen und sie in die Lage versetzen, neue Wege zu gehen. Das Thema selbst, ist mir dabei weniger wichtig.

 

Jochen Weiß

„Ich bin aus Solidaritätsgründen beim DGB aktiv – weil wir immer für die Schwachen da sind!“ Jochen Weiß

Jochen Weiß

(Wer bist du?)

Ich bin Jochen. Ich arbeite als Berufsschullehrer in Meiningen an dem Berufsbildungszentrum. Ich unterrichte vor allem ElektronikerInnen für Energie- und Gebäudetechnik. Ich bin zudem alternierender Vorsitzender der Berufsbildungsausschüsse bei IHK und HWK. Wir beschäftigen uns mit allem rund um die Berufsausbildung, beispielsweise Zahlen oder Regelungen.

Wo und wie bist du im dgb aktiv?

Ich bin im DGB-Kreisverband Suhl aktiv. Vor allem engagiere ich mich in der GEW, dort bin ich im Landesvorstand, im geschäftsführenden Vorstand, aber auch vor Ort im Kreisverband. Bei der GEW arbeiten wir zurzeit besonders am Thema Inklusion. Wir fordern Personal und Ausstattung, damit möglichst alle ordnungsgemäß Teil der Schule werden. Zu oft wird Inklusion von oben herab aufgedrückt. Das zweite Hauptthema ist zurzeit LehrerInnenbildung. Da ist mein Schwerpunkt wieder die Berufsschule. Vor allem geht es um die bessere Ausbildung der Lehrkräfte, u.a. im Hinblick auf die Asylsuchenden. Wir brauchen dringend Unterstützung bei der Umsetzung der Inklusion von Asylsuchenden. Speziell bei Berufsschulen brauchen wir Neueinstellungen mindestens ein Jahr vorm Ausscheiden der alten Kollegin oder des alten Kollegen.

Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Ich hab immer Lust. Nach der Wende habe ich mir gedacht, ich muss mich engagieren, meine Meinung äußern, um was zu bewegen. Es gibt leider zu wenige, die sich engagieren und leider bewegt sich zu wenig. Trotzdem werden wir die Hoffnung nie aufgeben. Die Hoffnung ist, dass die Politik auf die Menschen reagiert, aber das kriegen wir nicht gebacken in dieser kapitalistischen Gesellschaftsform. Erstmal Gehör zu finden und akzeptiert zu werden, ist unser erstes Ziel und das ist schon schwierig. Noch suche ich nach den Erfolgserlebnissen.

Was findest du an Beratung gut?

Ich hoffe, dass bei Beratung etwas herauskommt. Spannend ist es, den KlientInnen „aufzubrechen“ und zu erforschen. Wenn die Kollegin oder der Kollege aktiv eine Beratung möchte, dann kann das helfen.

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

Alles rund um Berufsschule. Kann gut mit KammervertreterInnen umgehen sowie dem Schulamt. Für Leute, die viel mit Dienststellen oder Institutionen zu tun haben, bin ich ein guter Ansprechpartner. Beispielsweise bei der Frage, wie da der beste Umgang wäre.

 

Martin Anders

„Gewerkschaft ist Solidarität und die kennt keine Grenzen, sondern nur den Drang nach Gerechtigkeit. Ich bin Gewerkschafter, weil mich alle Ausbeutungs- und Hierarchieverhältnisse nerven und ich glaube, dass eine andere, eine solidarische Welt möglich ist.“ Martin Anders

Martin Anders

(Wer bist du?)

Ich bin Martin und sehr beschäftigt, besonders im Projekt „Gut beraten?! Mit Konzept“. Zusätzlich engagiere ich mich nach Herzenslust, z.B. in vielfältigen Rollen bei den FilmpiratInnen in Erfurt oder mach Schulprojekttage für das Netzwerk für Demokratie und Courage. Besonders Klassengerechtigkeit und Klimawandel interessieren mich zur Zeit, aber gern bin ich auch gegen Rassismus, Sexismus und was sonst noch blöd ist aktiv.

Wo und wie bist du im DGB aktiv?

Als Teil des Projektteams bei „Gut beraten?! Mit Konzept“ kümmere ich mich hauptsächlich um die Fortbildungen, die eine wesentliche Ergänzung zur Ausbildung zum/zur DemokratieberaterIn darstellen. In den letzten Jahren wurden dabei Themen rund um Geflüchteten-Unterstützung, Öffentlichkeitsarbeit, Rechtspopulismus und für „bewegte Zeiten“ umgesetzt. Bei letzterem ging es darum, wie GewerkschafterInnen ihre Ideen und Visionen leidenschaftlicher und erfolgreicher kommunizieren können.

Selbst bin ich Mitglied der Deutschen Journalistinnen und Journalisten-Union (dju) bei ver.di und hatte, besonders in früheren Beschäftigungsverhältnissen, immer wieder Kontakt zur Gewerkschaft.

Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Die Arbeit mit den Ehrenamtlichen motiviert ungemein, wenn Mensch sieht, dass es draußen in den vielen thüringischen Dörfern und Städten solch engagierte Menschen gibt, die sich um ihre KollegInnen, erwerbslosen, geflüchteten oder mittellosen Nachbarn kümmern. Die sich immer wieder, und seien sie auch nur zu fünft, den Nazis und neuen Nazis in der AfD entgegenstellen. Die sich dem diskriminierenden Gegenwind in der Belegschaft und Nachbarschaft immer wieder auf´s Neue aussetzen und auch dann wieder aufstehen, wenn sie enttäuscht wurden. Ich freue mich, wenn ich sehe, dass sie nach unseren Treffen, Bildungsveranstaltungen und Gesprächen mit neuem Mut und neuer Kraft zurück in ihre Städte und Dörfer fahren.

Was findest du an Beratung gut?

Beratung bietet eine hierarchiearme Möglichkeit an, neue Blickwinkel und Gedanken zu bekommen. Besonders in festgefahrenen Situationen kann sie sehr wertvoll sein und die erhoffte Befreiung bringen. Sie ist ein Gegenmodell zu Alternativlosigkeit und Wissenshierarchien. Es ist überhaupt nicht notwendig, viel von einem Thema zu wissen, viel besser ist es, einfach mal gut zuzuhören und die richtigen Fragen zu stellen. Weiterhin ist Beratung originär gewerkschaftliche Arbeit: KollegInnen nutzen ein Netzwerk, um sich gegenseitig solidarisch zu unterstützen und dabei zu helfen, die eigene Ehrenamtsarbeit voranzubringen. Wenn das nicht gelebte Solidarität über KV- und Mitgliedsgewerkschaft-Grenzen hinweg ist?

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

Ich glaube eher, dass es gut ist, wenn ein/e BeraterIn nicht zu sehr in einem Thema steckt, in dem sie/er berät. Die Außensicht ist sehr wertvoll und sollte von vornherein beibehalten werden.

Jörg Weimann

Jörg Weimann

Jörg Weimann

(Wer bist du?)

Ich heiße Jörg und bin beschäftigt bei MUBEA in Weißensee als Stabilisatorenfertiger. Unsere Stabilisatoren werden in Autos eingebaut, jeweils an der Vorder- und Hinterachse. Mein Arbeitsbereich ist vor allem die Endfertigung der Stabilisatoren. Nach der Arbeit mache ich viel Sport, zum Beispiel Joggen und Radfahren. Ansonsten unternehme ich noch gern viel mit Freunden.

Wo und wie bist du im dgb aktiv?

Im DGB bin ich im Kyffhäuserkreis aktiv. Beispielsweise beteiligen wir uns an Aktionen und Kampagnen, für bessere Rente, am Frauentag oder am 1. Mai. Hin und wieder starten wir Jugendevents, zum Beispiel mit Bands zusammen. Zudem bin ich bei der IG Metall als Vertrauensmann von MUBEA aktiv. Damit bin ich der erste Ansprechpartner für die Gewerkschaftsmitglieder bei MUBEA. Meine Hauptthemen sind vor allem gute Renten und gute Arbeit.

Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Ich möchte mich in die Gesellschaft einbringen, sozial was erreichen und die Welt besser machen. Schon immer engagierte ich mich sozial und für Gleichberechtigung, deswegen war der Weg zur Gewerkschaft ein kurzer. Es ist schön, wenn einen Leute einfach ansprechen und nach Hilfe fragen.

Was findest du an Beratung gut?

Da kann ich die Leute aufklären und motivieren, damit sie neue Ideen und Lösungen finden. Sie erhalten neuen Rat und andere Wege an ihre Probleme ranzukommen. Beratung ist das solidarische Miteinander mit Menschen.

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

Eigentlich bei allen sozialen Sachen. Auch bei Aktionen gegen Rechts kann ich unterstützen, weil wir da in Sondershausen schon einige Erfahrung sammeln konnten. Ich hör erstmal alles an und würde überall helfen.

 

Burkart Kremps

Burkart Kremps

Burkart Kremps

(Wer bist du?)

Mein Name ist Burkart, ich bin handwerklich begabt und immer zugänglich für viele Menschen. Ich hab zurzeit einen Hausmeisterjob bei einer Präzisionsdreherei. Ich hab auch viel zu tun mit meinem eigenen Haus, Hof und Garten. Meine Familie und mein Hund bekommen von mir auch viel Aufmerksamkeit.

Wo und wie bist du im DGB aktiv?

Ich bin vor allem in der EVG Ortsverein Meiningen aktive und in der EVG Revisionskommission. Dort überprüfen wir die Geldflüsse in den EVG-Strukturen, Konten, Mitgliedsbeiträge, Steuernummern, usw., damit sich niemand bereichert. Für den DGB bin ich als stellvertretender Kreisvorsitzender von Schmalkalden-Meiningen aktiv. In letzter Zeit haben wir die Kampagne „Rente muss für alle reichen“ unterstützt und waren zum 1. Mai aktiv. Da habe ich beispielsweise Stände mit aufgebaut. Im September, zur Bundestagswahl, werden wir auch aktiv und haben die Abgeordneten zum Podiumsgespräch eingeladen. In den letzten Jahren haben wir uns massiv für den Mindestlohn eingesetzt und waren auch auf der Demonstration in Berlin dabei.

Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Ich hab ein hohes Interesse am Ehrenamt. Früher war ich schon Betriebsrat, im Arbeitszeitausschuss aktiv und Vorsitzender der GDBA Meiningen, einer Vorgängergewerkschaft der EVG. Ich war schon immer ehrenamtlich engagiert und werde auch oft angesprochen, z.B. von Parteien. Es bereitet mir viel Freude, mich auch um die eigenen Mitglieder zu kümmern und mit einem kleinen Präsent zum Dienstjubiläum oder Geburtstag einen Dank auszusprechen.

Was findest du an Beratung gut?

Das gute an Beratung ist, dass es offen und ehrlich zugeht. Es ist wichtig, dass wir von vornherein mit offenen Karten spielen. Vieles hängt auch vom Thema ab. Es gibt ja auch Mitglieder mit weniger friedlichen Umgangsformen und zurzeit gibt es viel Unmut wegen der Kreisgebietsreform. Viele werden dann vielleicht nicht mehr die langen Strecken fahren.

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

Vor allem bei politischen Themen, z.B. Auseinandersetzungen mit Parteien, kann ich unterstützen, aber auch arbeitsmäßig, z.B. wenn es um Personal- und Funktionsgruppen geht oder es einfach nur Probleme mit dem Arbeitgeber gibt.

 

Peter Zeichner

„Ich engagiere mich im DGB, weil ich die Idee einer Einheitsgewerkschaft wichtig finde, die sich auch in allgemeinpolitischen Bereichen für die Interessen von ArbeitnehmerInnen einsetzt. Nur mit einer solch großen Organisation ist die Chance gegeben, der Macht des Kapitals auch etwas entgegensetzen zu können.“ Peter Zeichner

Peter Zeichner

(Wer bist du?)

Ich bin Peter und arbeite als Gymnasiallehrer an einer integrierten Gesamtschule. Meine Fächer sind Deutsch und Englisch. Hauptsächlich bin ich aber im Hauptpersonalrat der LehrerInnen am hessischen Kultusministerium aktiv. Dort nehme ich zurzeit auch den stellvertretenden Vorsitz ein. Zudem bin ich noch im geschäftsführenden Landesvorstand der GEW Hessen und beschäftige mich dort vor allem mit Tarif, Besoldung und BeamtInnenrecht.

Wo und wie bist du im DGB aktiv?

Ehrenamtlich kümmere ich mich als stellvertretender Vorsitzender des KV Wetterau und als Vorsitzender des GEW-Kreisvorstandes Wetterau. Als Gewerkschaften engagieren wir uns im Landkreis Wetterau im Bündnis für soziale Gerechtigkeit. Darin sind verschiedenste Verbände, Kirchen und eben Gewerkschaften organisiert. Wir richten uns damit an die KommunalpolitikerInnen und treten für mehr soziale Gerechtigkeit ein. Beispielsweise prüfen wir die Gesundheitsversorgung im ländlichen Bereich, oder, mit Blick auf RentnerInnen, wie gut der Öffentliche Personennahverkehr ausgebaut ist oder wie es um grundlegende Einkaufsmöglichkeiten besteht. Ziel ist es, soziale Teilhabe zu ermöglichen. Deswegen schauen wir uns intensiv den Armutsbericht an und kämpfen gegen den Abbau von sozialen Einrichtungen. Wir machen regelmäßig kommunalpolitische Veranstaltungen. Themen, um die wir uns kümmern, werden gemeinsam festgelegt.

Meine beiden Steckenpferde sind Tarifpolitik und Personalrat. Wenn wir andere Themen angehen, dann arbeite ich mich entsprechend ein. Wir nutzen dann verschiedenste Möglichkeiten, um für unsere Anliegen zu streiten, von der Pressemitteilung bis zur langfristigen Kampagne. Ein wichtiger Teil der Arbeit ist das Engagement gegen Rechts. Leider ist der Landkreis Wetterau eine Hochburg der NPD und der AfD. Als DGB KV werden wir vor allem kommunalpolitisch aktiv, indem wir beispielsweise in Ausschüssen mitwirken. Dass dies keine Selbstverständlichkeit ist, zeigte uns der jüngste Versuch, uns über eine Umstrukturierungsmaßnahme loszuwerden. Zusammen mit der Kirche, die auch betroffen war, haben wir es geschafft, wieder wichtiger Teil in der Jugend- und Sozialhilfekommission zu werden. Wir unterstützen auch die Kampagnen des Bundesvorstandes, beispielsweise planen wir aktuell Vorträge und Verteilaktionen zum Thema Rente. Auch zu CETA und TTIP haben wir Aktionen gemacht und haben uns auch mit unserer eigenen Position an den DGB-Bundesvorstand gewandt, weil uns die Positionierung in Bezug auf CETA zu „lapprig“ war.

Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Ich möchte mich beteiligen, mitmischen, „was machen“. Es geht mir weniger darum, politischen Stammtisch abzuhalten, als anzupacken und an einer Sache auch langfristig dranzubleiben. Mir ist es zudem ein wichtiges Anliegen, allen gesellschaftlichen Gruppen eine soziale Teilhabe zu ermöglichen. Das resultiert wohl daraus, dass ich selbst ein Aufsteiger aus einfacheren Verhältnissen bin. Ich bin erst der zweite in der Familie, der studiert hat und habe deshalb ein großes Herz für Menschen mit weniger bevorteilten Lebensumständen.  Dabei geht es mir nicht darum, dass wir neues beschriebenes Papier produzieren, sondern dass sich ganz praktisch etwas ändert. Niemand sollte ausgegrenzt werden. Insbesondere auch Menschen mit einem kleineren Geldbeutel sollte ein lebenswertes Umfeld bereitete werden.

Was findest du an Beratung gut?

Beratung findet oft statt, wenn es Konflikte in der politischen oder Ehrenamtsarbeit gibt. Konflikte können dann die Arbeit hemmen oder gar zum Erliegen bringen. Gute Beratung kann diese Blockaden beheben. Als DGB haben wir mit der Demokratieberatung einer innerorganisatorische-solidarische Unterstützung. Problemlagen werden sichtbarer und wir erfahren von einander. Wir erkennen dadurch auch strukturelle Probleme und können diese angehen. Dieses gemeinsame Wissen können wir dann nutzen.

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

Ich bin sehr offen und helfe, wo halt der Schuh drückt. In Beratungssituationen ist es für mich einfacher, bei zwischenmenschlichen Konfliktlagen zu helfen als bei sachlichen Meinungsverschiedenheiten. Besonders herausfordernd wird es dann, wenn die zwischenmenschliche und sachliche Ebene sich vermischt. Uns geht es ja in der BeraterInnenrolle darum, Prozesse zu gestalten und nicht ExpertIn zu sein. Die Orientierung auf einen weiterführenden Prozess in der Beratung ist mir wichtig.

 

 

Sascha Schmidt

Sascha Schmidt

Sascha Schmidt

(Wer bist du?)

Ich bin Sascha Schmidt und arbeite als Gewerkschaftssekretär in Wiesbaden. Ich bin seit September 2015 in der DGB-Region Frankfurt-Rhein-Main für die Städte und Landkreise Wiesbaden-Rheingau-Taunus und Limburg-Weilburg zuständig. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin nach vielen Jahren der Ehrenamtlichkeit im April 2010 als Jugendbildungsreferent des DGB in Südhessen eingestellt worden. Darüber hinaus engagiere ich mich in verschiedenen Bündnissen gegen Rassismus und rechte Bewegungen. Im Netzwerk für Demokratie und Courage oder als Referent bin ich zudem noch immer im Bereich der Bildungsarbeit aktiv .

Wo und wie bist du im DGB aktiv?

Neben meiner hauptamtlichen Tätigkeit bin ich auch Kreisverbandsvorsitzender des KV Wiesbaden-Rheingau-Taunus. Zurzeit unterstützen wir die Rentenkampagne des DGB. Konstant vertreten wir die Interessen der ArbeitnehmerInnen gegenüber der Stadt. Aktuell fordern wir beispielsweise eine Kontrollstelle zur Bekämpfung illegaler Beschäftigung auf städtischen Baustellen. Denn es sind die ArbeiterInnen auf den Baustellen, die bei illegaler Beschäftigung oft schamlos ausgebeutet werden. Wir beteiligen uns zudem an verschiedenen Bündnissen, so z.B. beim Bündnis für Demokratie in Wiesbaden. Gemeinsam mit vielen anderen städtischen AkteurInnen treten wir aktiv rechten Gruppierungen entgegen. Zudem sind wir am Runden Tisch der sozialen Bewegungen beteiligt, mit dem wir sozialpolitische Themen in der Stadt stark machen.

Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Ich möchte, dass die Belange der ArbeitnehmerInnen in der Stadt gehört und beachtet werden. Innerhalb des DGB streite ich dafür, dass alle Statusgruppen sich durch den DGB vertreten fühlen und ein gleichberechtigtes Mitspracherecht haben. Die Stärke des DGB leitet sich für mich aus der Vielfältigkeit ab, d.h., dass auch Frauen, geflüchtete KollegInnen und prekär Beschäftigte auf allen Ebenen sichtbar und ganz selbstverständlich mitgestalten können.

Was findest du an Beratung gut?

Das Besondere an Beratung ist der Blick von außen. Der Blick von außen gibt uns die Möglichkeit, Probleme aufzuspüren, die die KollegInnen vielleicht nicht mehr aufgrund ihrer Verwobenheit in die Probleme erkennen. So kann kollegiale Beratung unsere Arbeit in den Gremien verbessern. Sowohl in Bezug auf die Außenwirkung unserer Gremien, als auch hinsichtlich interner Differenzen.

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

Besonders in der Auseinandersetzung mit rechten Gruppierungen habe ich viel Erfahrung sammeln können und kann bei etwaigen Beratungen unterstützen. Eine meiner Kernaufgaben als Gewerkschaftssekretär ist es, eine gute Außenwirkung der DGB-Gremien und ihrer Kampagnen zu erzielen.

 

Thomas Elstner

„Mein Engagement für den DGB speist sich aus dem Wunsch nach Ausgleich und Balance in Welt. Deswegen streite ich für die Rechte der ArbeitnehmerInnen.“ Thomas Elstner

Thomas Elstner

(Wer bist du?)

Ich heiße Thomas. Neben dem DGB engagiere ich mich als Vorsitzender des Kleingarten-Regionalverbandes Gera-Land. Dort befasse ich mich mit diversen Rechtsfragen, leite Infos weiter, muss ich mich um Streitereien kümmern und auf die Einhaltung des Bundeskleingartengesetzes achten.

Da es hier auch hin und wieder Streit gibt, konnte ich schon meine Erfahrung und mein Wissen aus der Ausbildung zum Demokratieberater anwenden.

Zudem engagiere ich mich in der Lokalpolitik; zurzeit in der Arbeitsgemeinschaft Bürgerhaushalt. Ich bin Mitglied im Stadtvorstand der Linkspartei Gera. Besonders wichtig ist mir die Initiative für Soziale Gerechtigkeit e.V.! Seit 2004 organisieren wir die Geraer Montagsdemonstrationen. Der Auslöser waren damals die Hartz-Gesetzgebungen. Da sich die soziale Lage, auch weltweit, nicht verbessert, sind wir bis heute aktiv.

Wo und wie bist du im DGB aktiv?

Ich bin Vorsitzender des DGB KV Gera. Wir haben viele engagierte Leute und lediglich ein kleines Nachwuchsproblem mit der Verjüngung.

Wir befassen uns viel mit Sozialem, Hartz IV, Renten und Altersarmut. Standardaktivitäten sind der Frauentag am 8. März und der 1. Mai. Beim Thüringer Medienbildungszentrum, dem früheren Offenen Kanal Gera, machen wir Gewerkschaftsfernsehen. Wir haben beispielsweise einen dreiviertelstündigen Film zu 25 Jahren DGB Thüringen produziert. Als DGB kämpfen wir auch selbstverständlich gegen Rechts. Wir sind u.a. Teil des Geraer Bündnisses gegen Rechts und waren bei Rock für Alle am 01.07.17 dabei. Weiter sind wir jedes Jahr Teil des Friedensfestes der Linkspartei.

Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Ich werde die Hoffnung nicht verlieren. Ich bin bis 1991 zur See gefahren und dann mittels eines sogenannten Sozialplans gefeuert worden. In Gera habe ich dann eine Umschulung zum Betriebswirt gemacht. Zur Wendezeit entstanden die Komitees für Gerechtigkeit, in denen ich mich dann erstmals engagierte. Auch die Linke und die Gewerkschaften waren dabei und haben beispielsweise in Bischofferode das Kali-Bergwerk mit bestreikt. Besonders beeindruckt haben mich damals Bodo Ramelow und Angelo Lucifero von der ver.di-Vorläufergewerkschaft HBV. Daraufhin bin ich auch HBV-Mitglied geworden und kämpfe noch heute für Bildung, Aufklärung, Vernunft und Humanismus. Und als ehemaliger Seemann ist jeder, der mir mit Nationalismus kommt, bei mir an der falschen Adresse.

Was findest du an Beratung gut?

Mit Beratung kann man jemandem helfen und selbst wird einem geholfen. Egal wie die Beratung verläuft, sie ist immer ein Erkenntnisgewinn. Auch schon die Ausbildung zur/m DemokratieberaterIn ist ein Zugewinn. Mit Beratung können Lösungsansätze gefunden und der Horizont erweitert werden. Man kommt aus dem eigenen Saft raus, in dem wir oft schmoren. Das systemische Fragen, das wir gelernt haben, ist ja extra so angelegt.

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

Besonders in der Konfliktbewältigung. Das hab ich schon jetzt oft im Alltag geschafft. Zudem mache ich ja Sozialberatung, vor allem bezüglich Hartz IV, und seit neuestem auch Familienberatung. Die Beratung bei Organisationen und Vereinen kann ich mir auch gut vorstellen.

 

Maximilan Hagner

„Ich engagiere mich im DGB, weil ich die Idee einer Einheitsgewerkschaft wichtig finde, die sich auch in allgemeinpolitischen Bereichen für die Interessen von ArbeitnehmerInnen einsetzt. Nur mit einer solch großen Organisation ist die Chance gegeben, der Macht des Kapitals auch etwas entgegensetzen zu können.“ Maximilian Hagner

Maximilian Hagner

(Wer bist du?)

Ich bin Max und habe mein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg gemacht. Vorher habe ich eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik gemacht und habe eine Weile in dem Beruf gearbeitet. Demnächst werde ich ein Studium der Informatik beginnen. In der Freizeit zeichne ich gerne, besuche verschiedene Sportkurse an der Universität und bin Teilnehmer und auch von Zeit zu Zeit Trainer verschiedener lateinamerikanischer Tänze.

Wo und wie bist du im DGB aktiv?

Ich engagiere mich im DGB KV Jena/Saale-Holzland-Kreis seit Anfang 2017. Wir haben in letzter Zeit die DGB-Kampagnen unterstützt, wie bspw. die für Gute Arbeit, und waren am 1. Mai auf der Straße. Ich besuche die KV-Sitzungen und bringe mich in diverse Diskussionen ein. Wir planen oft, welche Aktionen wir wann, wie und wo umsetzen wollen. Drängende Probleme in Jena sind der große Niedriglohnsektor, die steigenden und schon hohen Mieten, der bezahlbare Nahverkehr für die vielen PendlerInnen und die Tarifflucht. Wir ermutigen immer Menschen, sich für Gewerkschaftsarbeit einzusetzen. Es ist wichtig, ArbeitnehmerInnen für die Notwendigkeit gewerkschaftlicher Betätigung zu sensibilisieren, damit wir ihre Interessen vertreten können.

Auch die notwendige Tätigkeit in der DGB-Hochschulgruppe Jena ist sehr wichtig, in der ich schon vor dem Beginn des Studiums mitwirke. Die Themenfelder sind hier studentisch geprägt und haben das Studium und die Gesellschaft im Blick und bereiten so junge Menschen auf das Leben vor. Dabei ist es auch hier stets wichtig, zukünftige Gewerkschaftsmitglieder nicht nur zum Streiten durch Notwendigkeit zu sensibleren.

Weiterhin bin ich innerhalb ver.di aktiv. Konkret im Bezirksjugendvorstand Thüringen, im Landesbezirksjugendvorstand Sachsen-Anhalt-Thüringen sowie im Bezirksvorstand Thüringen. Oft befassen wir uns mit aktuellen Tarifauseinandersetzungen in den Betrieben und müssen uns aber auch mit dem Umgang mit rechten Ansichten in der Gesellschaft befassen. Wir planen Aktionen, wie beispielsweise eine Kampagne, die aufruft, wählen zu gehen, damit rechte Parteien und deren Strukturen möglichst keine Macht in den Parlamenten erhalten. Zudem unterstützen wir als Jugend die JugendsekretärInnen, um diese zu entlasten, bei Betriebsbegehungen und machen Mitgliederwerbung bei den Betrieben vor Ort.

Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Mich motiviert die stetige Herausforderung, bei gleichzeitiger Notwendigkeit, die Gesellschaft in der wir leben, lebenswerter zu machen. Das heißt, eine solidarische Gesellschaft ohne Repressionen zu erreichen. Dazu gehört öffentlichkeitswirksames Handeln, um auf die Gesellschaft verändernd einzuwirken und um gewerkschaftliche Themen in den Mittelpunkt der Menschen zu bringen. Wir sind alle betroffen und müssen uns der Herausforderung jeden Tag stellen.

Was findest du an Beratung gut?

Demokratieberatung finde ich sehr wichtig und ebenso richtig, weil zwischen den Mitgliedern und zwischen den Mitgliedsgewerkschaften es nicht immer reibungslos zugeht. In Gremien, zwischen aktiven GewerkschafterInnen etc. braucht es eine partnerschaftliche und meist auch ein Mehr an Zusammenarbeit. Grundsätzlich haben alle Gewerkschaften gemein, dass sie das gleiche Ziel verfolgen: Faire Entlohnung und besser Arbeitsbedingungen.

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

Im Bereich Ehrenamtsarbeit unterstütze ich, um aufzuzeigen, wie praktisch aktiv mitgewirkt werden kann. Ich kann gut moderieren und den Arbeitsprozess unterstützen, dass Themen zielgerichtet bearbeitet werden. Ich lese viel und kann das theoretische Wissen mit der praktischen Arbeit verbinden. So kann ich tiefere Prozesse in der Beratung verständlich machen und es ermöglichen, Probleme tiefergehend zu erfassen und zu bearbeiten.

 

Peter Bellstedt

Peter Bellstedt

Peter Bellstedt

Mein Name ist Peter Bellstedt, ich bin gelernter Betriebsschlosser und arbeite seit 1980 als Baumaschinist. Ich trat 1975 während meiner Lehre in die Gewerkschaft ein. In der IG BAU engagierte ich mich im Laufe der Jahre immer mehr, da ich feststellen musste, Arbeitnehmerrechte kommen nicht von allein. So arbeite ich ehrenamtlich u. a. als Vorsitzender der Fachgruppe gewerbliche Arbeitnehmer des Bauhauptgewerbes des Bezirksverbandes Nordthüringen und als Betriebsratsmitglied. Neben der Gewerkschaft bin ich aber auch in meiner Heimatstadt Mühlhausen in anderen Vereinen aktiv unterwegs.

Wo und wie bist du im DGB aktiv?

Im DGB KV Unstrut-Hainich-Kreis bin ich Mitglied und vertrete dort die IG BAU. Die Arbeit im DGB ist mir wichtig, weil ich dort mit den anderen Branchengewerkschaften in Kontakt komme und wir unter anderem über wichtige politische Themen, zum Beispiel Rente, und Probleme aus unserem Arbeitsleben diskutieren und diese gemeinsam mit unseren Möglichkeiten angehen.

Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Menschen zu helfen und wenn dabei dann eine gute Resonanz kommt, motiviert mich das umso mehr meine Ziele zu erreichen. Es ist mir wichtig mich für Arbeitnehmerinteressen einzusetzen, und wenn ich merke, die Kolleginnen und Kollegen stehen hinter mir, bestätigt das mein Gefühl den richtigen Weg zu gehen. Wenn Ehrenamtliche nicht wären, würde vieles in unserer Gesellschaft nicht oder schlecht funktionieren. Mein Motto ist „Steter Tropfen höhlt den Stein“, deswegen sage ich, viele „Kleine“ können etwas „Großes“ bewegen und gemeinsam zum Erfolg kommen.

Was findest du an Beratung gut?

Das es gelingt Menschen in Situationen, die für sie verfahren sind und vielleicht aussichtslos wirken weiterzuhelfen. Weil das Problem aus verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet und so deutlich wird: „Mensch da ist doch noch was zu machen“. Außerdem gefällt mir, dass bei Beratung wie wir es machen, die Person das Gefühl hat die Lösung selbst erreicht zu haben und es ist ja auch so. Damit geht sie in Zukunft selbstbewusst mit dem Problem um, weil sie mehr Klarheit hat.

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

Wichtig sind mir die Herangehensweise und der Draht, der in der Beratung zueinander herrscht. Ich bin offen für verschiedene Themen und werde im Einzelfall entscheiden, ob ich darin gut unterstützen kann.

Julia Langhammer

Julia Langhammer

Julia Langhammer

Mein Name ist Julia Langhammer. Ich arbeite hauptamtlich in der DGB-Region  Thüringen. Auch ehrenamtlich engagiere ich mich sozial und politisch, zum Beispiel als Stadträtin in Jena und als Versichertenberaterin bei der Deutschen Rentenversicherung. In meiner Freizeit fahre ich gerne Rad, schaue Serien und genieße, auch mal nichts zu tun.

Wo und wie bist du im DGB aktiv?

Als Gewerkschaftssekretärin bin ich für die Kreisverbände Weimar/Weimarer Land, Eisenach/Wartburgkreis, Saale-Orla, Sömmerda und den Kyffhäuserkreis zuständig. Seit einiger Zeit mache ich auch Sozialpolitik und betreue das grandiose Bildungsprojekt „Gut beraten?! Mit Konzept“.

Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Ungerechtigkeit regt mich unheimlich auf und dagegen was zu tun, das ist meine Motivation im Ehren- wie im Hauptamt. Privat und in der politischen Arbeit ist mir ein faires Miteinander sehr wichtig. Und ich möchte, dass das auch im Arbeitsleben gilt!

Was findest du an Beratung gut?

Beratung ist für mich eine gute Methode, um mit den betreffenden Menschen gemeinsam zu schauen, was sind ihre Potenziale und was sind Schwächen, an denen gearbeitet werden kann, um eine Situation zu verbessern. Ziel ist es dabei, lösungsorientiert und konstruktiv gemeinsam Entwicklungen anzuschieben. Es ist für mich spannend,  dadurch Prozesse der Organisations- und Teamentwicklung begleiten zu können. Mich hat überzeugt und auch überrascht, welche guten Lösungen herauskommen, wenn sich eines Problems oder einer Herausforderung mittels systemischer Beratung angenommen wird.

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

In Begleitung von Gruppenprozessen möchte ich mich gerne weiter ausprobieren. Mir kommt es darauf an, die Weiterentwicklung der DGB-Kreisverbände und die einzelnen Mitglieder in ihrer Arbeit zu unterstützen und sie mit den Ressourcen auszustatten, die sie brauchen, um sich gern und erfolgreich im DGB ehrenamtlich zu engagieren.

Constanze Truschzinski

Constanze Truschzinski

Constanze Truschzinski

Mein Name ist Constanze Truschzinski. Schon lange engagiere ich mich im sozialen und politischen Bereich, meine Themen sind Querschnittsthemen. Mir ist es wichtig Menschen zu ihrem Recht zu verhelfen, denn die Menschenwürde ist unantastbar.  Ich arbeite als Sachbearbeiterin in der Verkehrsorganisation.

Wo und wie bist du im DGB aktiv?

Im DGB bin ich ehrenamtlich als stellvertretende Kreisvorsitzende im Saale-Orla-Kreis aktiv. Meine Themenschwerpunkte sind dabei der Mindestlohn und alle sozialen Fragen nach den Sozialgesetzbüchern, wie Grundsicherung oder gesellschaftliche Teilhabe.

Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Ich liebe die Augenhöhe. Mit Menschen auf einer Ebenen zusammenarbeiten zu können ist daher für mich zentral und das finde ich im Ehrenamt. Daneben motiviert es mich, dass die Arbeit gegen Ausgrenzung und Stigmatisierung von Menschen immer wieder erfolgreich war und ist. Treibende Kraft für mein Engagement ist das Ziel, dass sich alle Menschen frei entfalten können und ihren Lebensunterhalt bekommen, ohne Zwang und Druck so sein zu müssen, wie es andere „erwarten“.

Was findest du an Beratung gut?

Das die Beratungsmethode jeden Einzelfall für sich betrachtet und dabei immer individuelle Lösungen herauskommen. Es gibt also keine Patentlösungen für Probleme, die dann immer so angewendet werden. Das finde ich eine sehr passende Herangehensweise. Zudem kann man aus jedem Beratungsfall etwas für sein eigenes zukünftiges Handeln lernen.

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

In sozialen Beratungsfällen, aber auch in Strukturfragen. Aber ich kann es mir auch gut vorstellen, in Fällen, in denen es um Diskriminierung geht, zu unterstützen.

Ute Walther

Ute Walther

Ute Walther


Ich heiße Ute Walther und wohne im Saale-Orla-Kreis.  Gelernt habe ich Zootechnikerin in der Rinderproduktion und Einzelhandelskauffrau.  Zurzeit arbeite ich als Auslieferungsfahrerin zum größten Teil für Medikamente. Der Job macht mir Spaß, weil ich gerne unterwegs bin.

Wo und wie bist du im DGB aktiv?

Ich bin ehrenamtliche Vorsitzende des DGB KV in Saale-Orla-Kreis. Gewerkschaftliche Arbeit bei ver.di und im DGB ist mir schon lange wichtig, daher bin ich im Kreisverband seit seiner Gründung aktiv. Am DGB finde ich die politische Arbeit und die Überparteilichkeit gut.


Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Mir ist es wichtig, die Interessen für mich und meine Kolleginnen zu vertreten bzw. zu erstreiten. Darin habe ich Erfahrung, gebe diese gerne weiter und möchte helfen. Themenschwerpunkte meines Engagements sind der Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen und den Mindestlohn. Man sollte nicht alles unwidersprochen hinnehmen was die Politik uns "weiß machen" will, gerade wenn man überzeugt ist, dass es falsch ist. Unterstützung bekomme ich von den Hauptamtlichen des DGB und von ver.di.

Was findest du an Beratung gut?

Ich muss keine Schuldfrage klären und keine Lösung vorgeben. Mir gefällt es, dass in Beratungen offen gegangen wird und dadurch neue Sichtweisen entstehen. Ich kann den Menschen zuhören, sie mitnehmen und auch mal unterstützen in eine andere Richtung zu gehen. Teil davon kann es auch sein, ihnen aufzeigen, was geht und was man hinnehmen muss, wenn z. B. ein Gericht entschieden hat.

In welchen Themenfeld kannst du besonders gut beraten?

In soziale Fragen und in Konfliktfällen.

Michael Lemm

Michael Lemm

Michael Lemm

Mein Name ist Michael Lemm und ich bin leidenschaftlicher Gewerkschafter. Als gelernter Industrieelektroniker und Mitglied in der IG Metall setze ich mich seit 1993 für die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bei der Robert Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach GmbH ein, inzwischen als freigestellter Betriebsrat. In Kombination mit meinen politischen Aktivitäten als Kreisvorstandsvorsitzender des Wartburgkreises bei die Linke habe ich so beste Möglichkeiten, mich für meine Stadt, meine Region stark zu machen, vor allem wenn es darum geht, menschenverachtende Einstellungen, Diskriminierung und Rechtspopulismus nicht zuzulassen.

Wo und wie bist du im DGB aktiv?

Ich bin stellvertretender Vorsitzender des DGB – Kreisverbandes Eisenach-Wartburgkreis, im Ehrenamt. In dieser Funktion sind für mich natürlich alle Themen wichtig, die gerade aktuell sind. Wenn es Bildungsveranstaltungen zu planen gibt, dann mach ich das. Auf Fragen zur Rentenabsicherung, zu regionalpolitischen Ereignissen oder zu wirtschaftlichen Entwicklungen, wie beispielsweise in Griechenland, kann ich so Antworten anbieten, die die Menschen informieren oder auch mal beruhigen. Wenn es darum geht, Demonstrationen zum Beispiel gegen TTIP und CETA zu organisieren oder Redner, Rednerinnen für Kundgebungen in gewerkschaftlichen Themen zu finden, bin ich dabei.

Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Es ist einfach Klasse, mit Menschen zu tun zu haben, die sich für die gleiche Sache einsetzen, die mit mir kämpfen, wenn es darum geht, Ungerechtigkeiten im Gesellschaftssystem zu thematisieren, darauf aufmerksam zu machen und so manchen Stein auf dem Weg zu einer gerechteren Welt ins Rollen zu bringen. Wenn ich damit auch den, von der Gesellschaft unbemerkten Menschen eine Stimme geben kann,
dann ist das für mich Motivation!

Was findest du an Beratung gut?

Also eigentlich bin ich ja der Lösungsfinder. Aber ich merke immer wieder, dass es ganz oft sinnvoller ist, Menschen tatsächlich dort abzuholen, wo sie sind und sie bei der Suche nach Lösungen zu begleiten, eher derjenige zu sein, der die richtigen Fragen stellt und die Unterstützung bietet, neue Wege zu gehen.

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

Was gebraucht wird, wo ich gebraucht werde, da setz ich mich ein.

Patrick Steigleder

Patrick Steigleder

Patrick Steigleder

„Das Unmögliche zu wollen ist die Voraussetzung dafür, das Mögliche zu schaffen.“ (Karl Liebknecht)

Ich bin Patrick Steigleder und seit 2008 Fluggerätemechaniker. Meinen Beruf übe ich nach wie vor mit Begeisterung in der Fachrichtung Triebwerkstechnik bei einem großen Betrieb in Arnstadt aus. Zur Gewerkschaftsarbeit kam ich, weil mir die Stärkung des Tarifvertrages zu einem Herzensbedürfnis wurde und bis heute noch ist. Als VK-Leiter und Ortsvorstand der IG Metall Erfurt setze ich mich bei Verhandlungen zum Tarifvertrag für die Belange der ArbeitnehmerInnen und natürlich auch für die Umsetzung und Einhaltung des Tarifvertrags ein. In dieser Funktion bin ich auch in verschiedenen Bezirksgremien unterwegs. Ja, und weil es mir nicht reicht, in der Gewerkschaft aktiv zu sein, engagiere ich mich auch politisch im Erfurter Ortsverein der SPD und im Stadtverband der JuSos.

Wo und wie bist du im DGB aktiv?

Für den DGB engagiere ich mich seit 2013, seit 2014 im Stadtverband Erfurt. Als ehrenamtlich stellvertretender Vorsitzender im Stadtverband setze ich mich vor allem für die Stärkung des Ehrenamts und gegen menschenverachtende Einstellungen ein.

Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Ehrenamt ist wichtig, weil es wichtig ist, die gewerkschaftlichen Themen an der Basis aufzugreifen, sie weitgehend in die politischen Gremien zu tragen und sie dort als Forderungen zu formulieren. Motivieren können mich immer die Kolleginnen und Kollegen im Betrieb, die täglich ihre Frau oder ihren Mann stehen und deshalb keine Zeit haben, sich außerhalb des Betriebes zu engagieren. Aber auch außerbetriebliche Ungerechtigkeiten fordern mich heraus, zum Beispiel wenn junge Eltern keinen KiTaplatz bekommen, obwohl ihnen einer zusteht oder wenn fehlende Radwege das Fahrradfahren gefährlich machen, setze ich mich leidenschaftlich für die Erweiterung und den Ausbau des Radwegnetzes meiner Heimatstadt ein.

Was findest du an Beratung gut?

Bei Beratungen in dem Verständnis, wie wir sie umsetzen, geht es vor allem darum, Unterstützung anzubieten und keine Lösungen vorzugeben. Das finde ich gut. Ich bin ein guter Zuhörer und kann Menschen auf dem Weg, Probleme zu lösen, gut begleiten, es gut aushalten, dass es manchmal dauert, bis Antworten gefunden sind oder Selbstvertrauen gewachsen ist, um neue Wege auszuprobieren.

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

Vor allem im Kampf gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und gegen Diskriminierung sehe ich mich in beratender Aktion. Ob Konfliktberatung oder Moderation … in diesen Themenschwerpunkten sehe ich auf jeden Fall mein Hauptbetätigungsfeld.

Torsten Lerche

Torsten Lerche

Torsten Lerche

Mein Name ist Torsten Lerche. Ich bin gelernter Kommunikationselektroniker und arbeite als Monteur bei Dt. Telekom Technik. Gewerkschaftsmitglied zu werden, war für mich bereits am ersten Tag meiner Lehrzeit selbstverständlich. Seitdem engagiere ich mich bei ver.di, im Moment als Auskunftsperson des Betriebsrats bei Telekom Technik Niederlassung Ost. Außerdem bin ich im ver.di – Ortsverein Weimar/Apolda stellvertretender Vorsitzender, ordentliches Mitglied im ver.di – Bezirksvorstand Thüringen und auch sehr gern ehrenamtlicher Richter beim Arbeitsgericht und als Mitglied der SPD Berufener Bürger im Wirtschafts- und Tourismusausschuss der Stadt Weimar. Als positiv denkender Mensch vertraue ich immer darauf, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt und diese auch gemeinschaftlich gefunden werden kann. Und als sehr bewegter Mensch bin ich viel und häufig unterwegs, gern auch motorisiert.

Wo und wie bist du im DGB aktiv?

Im DGB Kreisverband Weimar-Weimarer Land gebe ich ehrenamtlich als Kreisvorsitzender mein Bestes, um gemeinsam mit den anderen Akteurinnen und Akteuren aus den verschiedenen Mitgliedsgewerkschaften die aktuellen gewerkschaftlichen Themen in der Region mit den hier lebenden Menschen zu diskutieren und für gewerkschaftliche Ziele zu argumentieren. Dabei bin ich sehr glücklich, einen recht aktiven Kreisverband zu haben, der sich allen Inhalten gleichermaßen stellt und auch vor problematischen Herausforderungen nicht zurückschreckt.

Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Ich bin Gewerkschaftsmitglied, um als Arbeitnehmer eine starke Gemeinschaft hinter mir zu haben. Meiner Meinung nach kann man sich nie genug engagieren, um sich als Arbeitnehmer, als Arbeitnehmerin starkzumachen. In meiner Funktion als Kreisvorsitzender verstehe ich mich auch als Bindeglied zwischen gewerkschaftlichen Interessen und regionaler Politik. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dabei zu unterstützen, ihre Rechte durchzusetzen, ihre Rechte überhaupt erst mal zu kennen, das ist der Motor, der mich antreibt, mich im DGB zu engagieren.

Was findest du an Beratung gut?

Es ist mir wichtig, Probleme in ihrer Gesamtheit zu verstehen, um dann entsprechend handeln zu können. Deshalb denke ich, ein guter Zuhörer zu sein. Menschen dabei zu begleiten, eigene Lösungsideen zu entwickeln und sie bei der Umsetzung zu unterstützen, bedeutet für mich eine leistbare Herausforderung und ich bin glücklich, mich dieser, jetzt auch entsprechend unseres Beratungsansatzes, stellen zu können.

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

Prinzipiell bin ich für alles offen und habe auch große Lust, mich auszuprobieren. Für das Moderieren von Veranstaltungen, Sitzungen, Zusammenkünften habe ich während der Ausbildung zum Demokratieberater einiges gelernt, was ich jetzt schon mit Freude einsetzen kann. In diesem Bereich sehe ich mich auch zukünftig in jedem Fall.

Jens Mischke

Jens Mischke

Jens Mischke

Ich bin Jens Mischke. Gelernt habe ich Fernmeldemonteur und habe bis zu meiner Berufsunfähigkeitsrente als Kfz-Elektriker bei Schmitz Cargobull gearbeitet. Meine Interessen sind weitläufig von Natur bis ultimo.

Wo bist du im DGB aktiv?

Im DGB Kreisverband Gotha bin ich engagiert und darüber hinaus mache ich für die IG Metall ehrenamtlich Sprechstunden im dortigen Gewerkschaftsladen.  Mit dem Kreisverband setzten wir zum Beispiel die politischen Kampagnen des DGB vor Ort um. Dabei und auch bei der Arbeit im Gewerkschaftsladen komme ich mit verschiedensten Leuten ins Gespräch und höre ganz unterschiedliche Ansätze. Zudem ist die Arbeit gegen Rechts in Gotha für mich ein wichtiges Anliegen, da versuche ich keine Aktion zu verpassen.


Was motiviert dich?

Ich möchte positive Veränderungen für die normalen Bürger erreichen. Auch dafür möchte ich die Bekanntheit des Gewerkschaftsladens erhöhen, damit mehr Menschen das Angebot nutzen. Denn es ist immer schön, wenn ich jemand weiterhelfen konnte. Mit den Themen des DGB kann ich mich oft identifizieren und finde diese wichtig. Zudem habe ich Interesse, Zeit und Muße mich zu kümmern und möchte meine Zeit sinnvoll einsetzten, das kann ich hierbei. Da der Spaß auch nicht zu kurz kommt, bin ich durch all diese Gründe motiviert.

Was findest du an Beratung gut?

Das ich mit Beratung Menschen helfen kann, dass sie selbst auf einen für sie passenden Lösungsweg kommen. Durch die Beratungsausbildung habe ich mehr Möglichkeiten bekommen Menschen in ihren Anliegen zu unterstützen und gelernt, dass ich sie vor allem durch Fragenstellen weiterbringen kann. Ich habe festgestellt, dass die Leute dann zufriedener mit der Beratung sind, als wenn ihnen vom Berater viel erzählt wird. Außerdem war die Ausbildung auch für die Kampagnenarbeit hilfreich, weil ich jetzt anders an Leute rangehe und dann teilweise auch bessere Reaktionen bekomme, weil Leute mir manchmal anders zuhören.

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

Im Themenfeld Diskriminierung würde ich mich gerne ausprobieren, aber ich bin auch offen für andere Themenfelder. In manchen könnte ich bestimmt meine Erfahrung einbringen, aber auch in Fragen, zu denen ich noch keine konkreten Einsichten habe, würde ich mich einbringen.

Birgit Wegner

Birgit Wegner

Birgit Wegner

Ich heiße Birgit Wegner. Seit fast 25 Jahren arbeite ich als Erzieherin in der Kinderpsychiatrie in Nordhausen. Ein herausfordernder Job, den ich mit Leib und Seele immer wieder gerne mache. Daneben engagiere ich mich im Klinikum außerdem ehrenamtlich in der ver.di Betriebsgruppe, mit der wir schon einiges für unsere KollegInnen und uns erreichen konnten.

Wo und wie bist du im DGB aktiv?

Im DGB bin ich als ehrenamtliche Kreisvorsitzende in Nordhausen aktiv. Dabei möchte ich gerne erreichen, den DGB in der Region präsenter zu machen und seine Stärken auch hier zum Tragen zu bringen. Dabei sehe ich den Bereich der Integration von MigrantInnen als möglichen kommenden Schwerpunkt der Arbeit. Denn der DGB kann in Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und den Parteien politisch einiges bewirken.

Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Ich habe Spaß am Umgang mit verschiedenen Menschen und dies motiviert mich am meisten. Zudem bin ich gerne aktiv, lerne sehr gerne Neues und teile meine Erfahrung und mein Wissen bereitwillig mit anderen. Ich freue mich auch immer, wenn ich andere motivieren kann sich zu engagieren. Mein Mann und meine KollegInnen bei ver.di unterstützen mich in meinen Ehrenämtern.

Was findest du an Beratung gut?

Vor der Ausbildung hätte ich es nicht gedacht, aber in Beratungsgesprächen kommen wirklich schnell viele gute Ansätze heraus. Das finde ich genial, dass es durch Beratung so einfach geht die Fallgeberin/den Fallgeber auf neue Ideen zu bringen, die ihr oder ihm wirklich weiterhelfen. Alle haben unterschiedliche Herangehensweisen, das ist sehr gewinnbringend.

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

Konfliktberatung kann ich mit zum Beispiel sehr gut vorstellen. In dem Bereich habe ich in Beruf und Ehrenamt schon einiges an Erfahrung gesammelt und aufmerksam verfolgt, wie es in den unterschiedlichen Fällen gelingt doch Lösungen zu finden.  Zudem profitiere ich von den Moderationstechniken, die wir ausprobiert haben und könnte in dem Themenfeld andere Ehrenamtliche unterstützen, wenn sie zum Beispiel Sitzungen mal anders gestalten wollen.

Gregor Gallner

Gregor Gallner

Gregor Gallner

Ich bin Gregor, lebe in Erfurt. Nach vielen Jahren ehrenamtlicher Tätigkeiten in Gewerkschaften und anderen Initiativen, bin ich seit dem Jahr 2012 hauptamtlich für die DGB Jugend tätig. Das faszinierende für mich an Gewerkschaften war und ist, dort so viele verschieden Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zu treffen, die es aber trotzdem schaffen gemeinsam solidarisch für etwas zu kämpfen.

Wo bist du im DGB aktiv?

Ich bin Jugendbildungsreferent für die DGB Jugend Thüringen. Dort beschäftigen wir uns mit allen Themen der Arbeitswelt mit den besonderen Perspektiven junger Menschen. Wir wollen Ausbildung und Studium besser machen, setzen uns für mehr Mitbestimmung von jungen Menschen ein und zeigen klare Kante gegen Rassismus und Ausgrenzung. Zu meinen Aufgaben gehört z. B. die Betreuung ehrenamtlicher Gremien oder auch die Vertretung der DGB Jugend in Bündnissen gegen Rassismus und Neonazis.

Was motiviert dich?

Kurz und knapp: „Allein machen sie dich ein“. Nur gemeinsam können wir unsere Forderungen auch durchsetzen. Der Gedanke der Solidarität ist Grundlage für Gewerkschaften. Das motiviert mich gemeinsam mit anderen für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der großen Mehrheit der Menschen aktiv zu sein.

Was findest du an Beratung gut?

Unsere Beratung ist nicht bevormundend, sondern nimmt alle Beteiligten als Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen ernst. Lösungen für Konflikte und Probleme werden nicht vorgegeben, sondern es sollen unterschiedliche Wege aufgezeigt werden. Die Lösungen für Probleme sind so unterschiedlich wie die Menschen.

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

Ich habe mich viel theoretisch und auch in der Bildungsarbeit mit Formen von Diskriminierung beschäftigt.  In der Ausbildung zum Demokratieberater habe ich aber vor allem festgestellt, dass ich Situationen und Probleme aufmerksam gut einschätzen kann und mir immer an einer gemeinsamen Lösung gelegen ist, wo dies möglich sein kann.

Cornelia Putzke

Cornelia Putzke

Conny Putzke

Mein Name ist Conny Putzke und ehrenamtliches Engagement gehört ganz selbstverständlich zu meinem Leben, solange ich denken kann. Als gelernte Konditorin und ausgebildete Industriekauffrau arbeitete ich in unterschiedlichen Unternehmen und war immer daran interessiert, Arbeitsbedingungen für die Kolleginnen und Kollegen zu verbessern. Damals, in den 90er Jahren, begann auch mein politisches Engagement. Über meinen Ehemann kam ich dann zur Gewerkschaftsarbeit und entdeckte so Möglichkeiten, meine politischen Haltungen mit sozialen Ambitionen zu verbinden. Ich will mit Menschen zu tun haben, die in die gleiche politische Richtung denken wie ich und die sich genauso wie ich für andere Menschen einsetzen möchten. Diese finde ich auch im Sozialverband VdK, in dem ich im Vorstand des Ortsverbandes Bad Salzungen als Beisitzerin für sozial benachteiligte Menschen in dieser Gesellschaft kämpfe. Zudem engagiere ich mich im Bündnis für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit sowie in der Betreuung Geflüchteter. In meiner Freizeit widme ich mich mit großer Leidenschaft dem Line-Dance und unternehme genauso gern lange Fahrradtouren mit meinem Mann.

Wo und wie bist du im DGB aktiv?

Als Vertreterin der Gewerkschaft ver.di engagiere ich mich seit Jahren ehrenamtlich im DGB Kreisverband Eisenach-Wartburgkreis. Hier nehme ich mich aller Themen an, die aktuell sind. Dabei ist es mir sehr wichtig, mit meinen KollegInnen öffentlichkeitswirksam zu agieren.

Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Es gibt Vieles in der Gesellschaft, was veränderungsbedürftig ist, z. B. soziale Ungerechtigkeit. In der Gewerkschaft finde ich dafür Gleichgesinnte. GewerkschafterInnen treten auch immer mehr politisch auf. Sie haben als Interessenverbände der ArbeitnehmerInnen auch immer größeren Einfluss auf Politik. Das begeistert und motiviert immer wieder, mich in diesen wichtigen Bereichen einzusetzen.

Was findest du an Beratung gut?

Beratung, so wie wir sie verstehen, bietet für mich immer eine gute Möglichkeit der Hilfe zur Selbsthilfe. Da ich mich gut in die Probleme und Situationen anderer Menschen hinein versetzen kann, lerne ich die zu beratenden Personen besser kennen und kann mich intensiv mit allen Fragen und Herausforderungen auseinandersetzen. Beratung ist für mich auch immer eine gute Methode, um mich selbst entdecken und mehr über mich erfahren zu können. Dazu gehören auch selbstkritische Fragen - wie tolerant bin ich, kann ich eine Situation wertfrei beurteilen – dazu. 

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

Den Fokus meiner Unterstützungsleistung möchte ich auf das wichtige Thema Ehrenamtsgewinnung für den DGB legen. Hier sehe ich auch mein höchstes Potenzial, gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen, neue Herangehensweisen zu entwickeln. Konflikte innerhalb der Stadt- und Kreisverbände des DGB fordern mich aber genauso heraus.

Svenja Knotter

Svenja Knotter

Svenja Knotter

(Wer bist du?)

Ich bin Svenja und engagiere mich in der DGB- Hochschulgruppe Jena. Ich habe Jura studiert und befinde mich auf dem Weg ins Berufsleben. Im Studium interessierte ich mich besonders für Arbeits- und Sozialrecht und habe gemerkt, dass ich mich durch Mitarbeit in der Gewerkschaft persönlich einbringen kann.

Wo und wie bist du im DGB aktiv?

Immer wieder berate ich im Rahmen des student@work- Programms Studierende im Arbeits- und Sozialrecht und habe dazu auch schon Vorträge gehalten. Wir setzen uns als DGB-Hochschulgruppe solidarisch für benachteiligte Menschen ein, kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen der beschäftigten StudentInnen. Ein großes Anliegen ist uns auch die Anwendung des Mindestlohnes auf die studentischen Beschäftigten.

Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Mich motiviert vor allem die Auseinandersetzung mit den Themen, die mich interessieren. Dies ermöglicht mir die Mitarbeit beim DGB. Weiter kann ich anderen Angestellten, die Probleme an der Arbeit haben, helfen, diese zu lösen. Mit dem DGB streite ich für eine bessere und größere Außenwahrnehmung gewerkschaftlicher Themen, damit sich möglichst viele Menschen damit identifizieren können, dann auch dafür eintreten und für die Interessen der Arbeitenden kämpfen.

Was findest du an Beratung gut?

Beratung gibt keine Lösung vor, sondern die zu beratende Person entwickelt ihre eigenen, in dem wir gezielt Fragen stellen. Das hilft oft schon dadurch, dass andere Perspektiven, andere Blickwinkel auf Themen, Draufsichten anderer Personen aufgezeigt und nicht von außen übergestülpt werden. Die zu Beratende ist dadurch auch motivierter, ihre eigene Lösungsstrategie anzugehen und bringt damit nicht nur sich, sondern auch den DGB nach vorn.

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

Besonders gut können meines Erachtens BeraterInnen Themen angehen, in denen sie keine ExpertInnen sind. Meiner Meinung nach sollten DemokratieberaterInnen möglichst unvoreingenommen sein, was besonders dann gefährdet wird, wenn wir den Drang verspüren, unser Wissen und unsere eigenen Erfahrungen weitergeben zu wollen. Ich versuche, meine Meinung nicht auf die zu Beratende zu übertragen, sondern zu schauen, wie sie sich selbst helfen kann

 

Ulrike Hoffmann

„In der heutigen Zeit ist es üblich, zuerst an sich zu denken. Das wird positiv bewertet und die Menschen werden dazu aufgefordert. Abhängig Beschäftigten werden dadurch gegeneinander ausgespielt. Deswegen ist es wichtig, solidarisch zu sein und zusammenzuhalten. Der DGB macht diese Solidarität am besten möglich.“ Ulrike Hoffmann

Ulrike Hoffmann

(Wer bist du?)

Mein Name ist Ulrike und ich lebe in Jena. Ich bin technische Mitarbeiterin an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Zuvor habe ich Mathematik auf Diplom in Halle studiert. Auf der Arbeit arbeite ich in einem Labor, verwalte Rechner, installiere Software, erteile Auskünfte an Studierenden, biete Hilfestellungen bei IT-Problemen, … kurzum ich mache technischen Support. Meine Themen sind Solidarität und Verständnis untereinander und ich engagiere mich gewerkschaftlich und politisch.

Wo und wie bist du im DGB aktiv?

Ich bin stellvertretende Vorsitzende im DGB-Kreisverband Jena und Mitglied im ver.di-Bezirksvorstand Thüringen. Wenn ich hinter einem Thema stehe, nehme ich auch gern an Aktionen in der Öffentlichkeit teil. Das können Demos sein oder z. B. ein Auftritt mit der Reichtumsuhr des DGB. Ich versuche immer wieder herauszufinden, ob die Themen der Gewerkschaften und Parteien mit dem jetzigen Leben der meisten Menschen zusammenpassen. Mir ist es wichtig, dass wir bodenständig und nah dran sind. Wir müssen viele Gruppen einbinden, die schlecht und die besser  Verdienenden, die Verwaltung und die Techniker, die Wissenschaftler und die Arbeiter.

Wir haben, unter anderem aus diesem Grund, vor ca. 3 Jahren in Jena den Personal- und Betriebsrätestammtisch ins Leben gerufen. Dort wollten ins Gespräch kommen, und erfahren, wie die Situation in den Betrieben in Jena ist, und zwar unabhängig von der Branche. Eine Erkenntnis war für mich, dass die Verantwortung auf der Arbeit wächst. Die Beschäftigten haben damit so viel zu tun, dass sie gar kein Verständnis für Arbeitskampf entwickeln. Jeder Fehler auf Arbeit ist gleich eine Riesen-Katastrophe. Gleichzeitig haben die Beschäftigen kaum Entscheidungsmöglichkeiten. Wir müssen ran an dieses Thema und müssen uns gemeinsam besser organisieren.

Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Jeden Tag werden Beschäftigte gegeneinander ausgespielt und Belegschaft gespalten. Arbeit ist heute stressiger. Beschäftigte werden dafür verantwortlich gemacht, dass sie Ziele erreichen, die sie kaum beeinflussen können. Viele machen unbezahlte Überstunden. Zwischen den Beschäftigten wird Konkurrenz aufgebaut. Für abhängig Beschäftigte ist das nicht der richtige Weg. Dazu gibt es einen Gegenentwurf. Das sind die Kriterien des DGB-Index Gute Arbeit. Ich streite dafür, dass die Beschäftigten zusammen und miteinander arbeiten. Und ich kämpfe für das Recht auf ein Leben außerhalb der Arbeit, auch bei Vollbeschäftigung. Der DGB ist aus meiner Sicht die einzige Organisation, die uns auf diesem Weg begleiten kann.

Was findest du an Beratung gut?

Beratung passt gut zu uns, weil es uns darum geht, Beschäftigten zu helfen, auch dann, wenn sie (noch) nicht in einer Gewerkschaft Mitglied sind. Solidarität ist der Grundgedanke von Gewerkschaften. Nun sind Demokratie und Zusammenarbeit nicht immer bequem. Wir reden mit allen Beteiligten um herauszufinden, wo der Schuh wirklich drückt. Welche Ziele sind im Interesse von allen Beteiligten? Sind diese Ziele erreichbar und wie ist das möglich? Wir machen dann aus einem „das geht gar nicht“ einen zufriedenstellenden Lösungsansatz. Durch den systemischen Ansatz entwickeln die zu Beratenden nur Lösungen, mit denen sie selbst wirklich glücklich sind, und das ist mir wichtig.

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

Ich hab viel Erfahrung im Personalrat gesammelt und kenne mich aus im Personalvertretungsgesetz. Ich weiß, welche Rechte Beschäftigte haben, welche Rechte Personalräte haben und welche Rechte Arbeitgeber haben und ich weiß auch, wo man Wege suchen kann, die im Einvernehmen und zum gegenseitigen Vorteil mehr erreichen, als das bloße Durchsetzen von gesetzlichen Rechten.

Ich frage immer schon, wenn Beschäftigte auf mich zukommen, „was brauchst du?“. Und dann können wir gemeinsam ergründen, an welcher Stelle etwas geändert werden kann. Auch Konflikte im Arbeitsleben und im Arbeitsumfeld könnte ich beraten, z.B. Fragen wie „Ist das überhaupt richtig für mich oder nicht?“. Mit dem Themenfeld Mobbing hatte ich schon zu tun. Dort müsste klarer werden, welches Gewaltpotenzial dahintersteckt. Es ist wichtig, dass wir das hinterfragen und es  ist unbedingt notwendig, dass wir uns darum kümmern.

Ich bin keine Anwältin, ich weiß aber, an welcher Stelle ich die Betroffenen an Anwälte verweisen muß, gern auch an den DGB-Rechtsschutz.

 

16.11.2016

"Gut Beraten?! Mit Konzept"

Gut beraten

Arbeit und Leben Thüringen e. V.

16.11.2016

Beratungsflyer "GUT BERATEN?! MIT KONZEPT!"

Wer sind wir

Arbeit und Leben Thüringen e.V.
Arbeit und Leben Thüringhen e. V.
24.11.2016
De­mo­kra­tie­be­ra­te­rIn­nen für den DGB Be­zirk Hes­sen-T­hü­rin­gen
Die DemokratieberaterInnen stellen sich vor und geben Antworten zu Fragen, was sie z. B. für dieses Ehrenamt motiviert und in welchen Themenfelder sie besonders unterstützen können.
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