Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 06/16 - 03.03.2016

DGB-Kreisverband Sömmerda lädt zur Frauentagsfeier ein

Peter Hintermeier fordert mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit

Der DGB-Kreisverband Sömmerda und der Ortsfrauenausschuss der IG Metall Erfurt laden in Zusammenarbeit mit der TALISA, der Partei Die Linke und der SPD sehr herzlich zur Feier des Internationalen Frauentags 2016 in Sömmerda ein. Nach einem musikalischen Einstieg werden der Bürgermeister der Stadt Sömmerda, Ralf Hauboldt und Bernd Spitzbart, Erster Geschäftsführer der IG Metall Erfurt, sprechen. Die Feier findet am Dienstag, den 08. März, ab 15:30 Uhr, in den Räumen der Thepra, Stadtring 19/20, in Sömmerda statt. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Der Eintritt ist frei.

Im Jahr 2016 steht der Internationale Frauentag im Zeichen der Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit, wie der DGB-Kreisvorsitzende Peter Hintermeier mitteilt. „Im EU-Vergleich ist die Arbeitszeit in Deutschland besonders ungleich verteilt. Auch in Thüringen arbeitet fast jede zweite Frau in Teilzeit. Das ist mit handfesten Nachteilen beim Einkommen, bei der Karriere und der sozialen Absicherung verbunden.“

Viele Frauen wollen mehr arbeiten, viele Männer weniger, um Beruf und Privatleben besser vereinbaren zu können. Real haben aber die wenigsten Beschäftigten den Einfluss auf Dauer, Lage und Takt ihrer Arbeitszeit, den sie sich wünschen und den sie brauchen würden, um Beruf, Hausarbeit und Kinderbetreuung bzw. Pflege partnerschaftlich zu teilen.

„Arbeitszeitsouveränität ist eine Herausforderung Betriebe. Außerdem sind die notwendigen gesetzlichen durch Änderungen beim Teilzeit- und Befristungsgesetzes zu schaffen“, so Hintermeier. Die Gewerkschaften fordern zum Internationalen Frauentag 2016:

•    ein Recht auf Teilzeit für alle Beschäftigten, in allen Betrieben.

•    ein Recht auf befristete Teilzeit, damit Beschäftigte ihre Arbeitszeit wieder aufstocken können und auch Männer sich trauen, Arbeitszeit für eine Weile zu reduzieren.

•    ein Recht, aus der Teilzeit wieder zurückzukehren. Damit die sprichwörtliche Teilzeitfalle nicht mehr zuschnappt.

Aber auch weitere Rahmenbedingungen wie Kinderbetreuungsangebote und die Abschaffung von finanziellen Fehlanreizen, wie das Ehegattensplitting, müssen stimmen, damit Frauen langfristig ihre Existenz eigenständig sichern können und sich die Lücke bei Erwerbseinkommen und Rente endlich schließt.

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