Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 27/21 - 26.11.2021

Aktion „Wir haben die Nase voll von häuslicher Gewalt“ am 25.11.2021 - 11 Uhr vor den Gera-Arcaden

Am 25. November 2021, dem Internationalen Tag "NEIN zu Gewalt an Frauen!", machen die Frauen des deutschen Gewerkschaftsbundes gemeinsam mit Mitgliedern des Geraer Netzwerkes gegen häusliche Gewalt und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Gera mit einer Aktion unter dem Motto „Wir haben die Nase voll von häuslicher Gewalt“ von 11 - 13 Uhr vor den Gera-Arcaden - auf das Problem häuslicher Gewalt und die entsprechenden Hilfs- und Beratungsangebote in der Stadt Gera aufmerksam.

Die Beteiligten werden passend zum Thema und zur aktuellen Jahreszeit Taschentücherpackungen verteilen. Diese sind bedruckt mit dem Aufruf Betroffene zu unterstützen, sich Hilfe zu suchen und mit den entsprechenden Telefonnummern.

Häusliche Gewalt ist leider Alltag in Deutschland. Jeden Tag versucht in Deutschland ein Mann, seine Partnerin zu töten; an jedem dritten Tag gelingt es. So steht es in einer Statistik des Bundeskriminalamtes. Die Polizei geht davon aus, dass das Dunkelfeld größer ist, weil die Straftaten nicht immer angezeigt werden.

Von allen Formen der Gewalt, mit denen Menschen konfrontiert sind, ist die häusliche Gewalt eine der perfidesten und grausamsten. Sie muss als gesellschaftliche Problematik angesehen und diskutiert werden. Häusliche Gewalt hat viele Gesichter und kommt in allen gesellschaftlichen Gruppen vor.

Für viele Frauen und auch Männer ist das eigene Zuhause ein gefährlicher Ort, an dem Angst herrscht.

Häusliche Gewalt verstößt gegen die Grundrechte und die Würde des Menschen. Die schädlichen Auswirkungen von Gewalt sind in der Regel komplex und betreffen auch die anwesenden Kinder. Häusliche Gewalt verursacht Leid. Neben diesem Leid entstehen bewusste und unbewusste Geschlechterstereotypen.

 

Zum Hintergrund:

Zahlen Daten Fakten (Geraer Netzwerk gegen häusliche Gewalt) aus Gera vom 1.1. - 31.10. 2021:

Frauenhaus Gera:

·  19 Frauen mit insgesamt 24 Kindern  (31 Frauen mit 48 Kindern  - überwiegend wegen fehlender Platzkapazität -  abgesagt bzw. in andere Städte vermittelt)

·  zusätzlich ambulant wurden 323 Beratungen durchgeführt

 

Interventionsstelle GeSa:

·   insgesamt 79 Betroffene davon 13 Wiederholungsfälle (84% zum ersten Mal!)

·   13 Männer und 66 Frauen (6 Frauen wurden aufgrund ihrer Verletzungen stationär in Klinik versorgt)

·   Zugang: 51 über Polizei (65 %) - 32 Wohnungswegweisungen zwischen 6 und 10 Tagen - 10 über andere Einrichtungen  (Jugendamt, SPDI, u.a) 18 sich selbst Meldende,

·   Alter: 18–27 Jahre: 16 / 28–40: 45 (57%) / 41–60: 10 / über 60: 3

·   Migrationshintergrund: 8

·   Kinder: 82 Kinder Alter: 0-6: 47 (57%) / 7-11: 19 / 12-17: 9 / unbekannt: 7

·   46 Kinder befanden sich am Tatort

 

Projekt sag’s weiter – pro aktive Kinder- und Jugendberatung:

·   25 Vermittlungen durch Interventionsstelle und Jugendamt

·   Alter: 3-6 Jahre: 9 Kinder; 7-10 Jahre: 9 Kinder; 11-13 Jahre: 4 Kinder; 14-18 Jahre: 3 Jugendliche

 

Kinder und Jugendschutzdienst Gera:

·    29 Mädchen und Jungen, die von häuslicher Gewalt betroffen waren, haben hier Unterstützung/ Beratung angefragt.

 


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