Deutscher Gewerkschaftsbund

07.08.2017

2. Ordentliche Kreisdelegiertenkonferenz des DGB Kreisverbandes Jena/SHK

DGB Konferenz für Neudefinition von Vollzeitarbeit und Kurswechsel bei der Rente und

Am Samstag, den 9. September fand die 2. Ordentliche Kreisdelegiertenkonferenz des DGB Kreisverbandes Jena/SHK statt. Auf dieser wurde Christian Patho (IG Metall) als Vorsitzender des DGB Kreisverbandes Jena/SHK im Gewerkschaftshaus einstimmig wiedergewählt. Im DGB Kreisverband sind Vertreterinnen und Vertreter aus sechs Mitgliedsgewerkschaften vertreten: der IG Metall, der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), der IG Bauen, Agrar und Umwelt (IG BAU), der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW), der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG).

Neben einem Grußwort von Gabriele Kailing, der Vorsitzenden des  DGB Hessen-Thüringen, die noch einmal sehr deutlich machte, dass wir dringend einen Kurswechsel in der Rentenpolitik brauchen, damit zukünftig nicht eine große Anzahl von Menschen von Altersarmut bedroht ist, wurde ein Antrag über die Neudefinition von Vollzeitarbeit beschlossen. Im Rahmen einer Kampagne soll der DGB zusammen mit anderen gesellschaftlichen Akteuren in den nächsten Jahren über die Absenkung der gesetzlichen Arbeitszeit auf 30h diskutieren. Dieser Antrag wird an die DGB-Bezirkskonferenz Hessen-Thüringen weitergeleitet, die am 9. Dezember stattfindet.

Christian Patho, der Vorsitzende des DGB Kreisverbandes machte deutlich, dass der Kreisverband auch in den nächsten vier Jahren mit den Menschen, die hier im Landkreis leben und den Politikern die die Interessen der Bürgerinnen und Bürger auf verschiedenen Ebenen vertreten über gewerkschaftlichen Forderungen für gute Arbeit und ein gutes Leben ins Gespräch kommen will. „Handlungsbedarf gibt es aus unserer Sicht genug. Wir brauchen gute Arbeit für alle mit Tarifbindung und Mitbestimmung, eine gute Bildung für alle, mehr Investitionen in Infrastruktur für alle.“, so Patho weiter.

Angefangen wurde mit dem Dialog im Anschluss die Konferenz mit einer Diskussionsrunde mit KandidatInnen zur Bundestagswahl über gewerkschaftliche Forderungen zu den Themen gute Arbeit und Verteilungsgerechtigkeit. An dieser haben Ralph Lenkert (DIE LINKE), Johannes Selle (CDU), Christoph Matschie (SPD), und Olaf Müller (Bündnis90/Die Grünen) teilgenommen. Sie haben zusammen mit Gabriele Kailing, der Vorsitzenden des DGB Hessen-Thüringen in einem etwas anderen Format über Fragen der TeilnehmerInnen zu diesen Themen diskutiert. Besonders intensiv wurden Fragen zum Arbeitszeitgesetz, zu Befristungen von Arbeitsverträgen und der Art der Finanzierung von für die Gesellschaft notwendigen Investitionen in Bildung und Infrastruktur diskutiert.