Deutscher Gewerkschaftsbund

03.09.2018

Pflegekräfte in Not

Demonstration für eine menschenwürdige Pflege!

Pflegedemo

ver.di/Sylvie Bühler

22. September 2018 – 13 Uhr Jena – Johannisplatz

Redner_Innen:

Heike Werner (Gesundheitsministerin Thüringen), Bernd Becker (Landesfachbereichsleiter ver.di), Thomas Nitzsche (OB Jena)

Weitere Grußworte aus der Politik und von Gesundheits- und Sozialverbänden erwarten uns.

Gute und menschenwürdige Pflege geht uns alle an. Die Geduld der Pflegekräfte ist am Ende. Lasst uns die Missstände offen ansprechen und für bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Versorgung kämpfen. Nach der Demo durch die Innenstadt stehen ab 14:00 Uhr auf dem Holzmarkt Informationsstände, Hüpfburg und vieles mehr bereit.

Damit Arbeit in der Pflege wieder Freude macht


„Wir mögen unseren Beruf“, sagen Beschäftigte in der Pflege. Trotzdem geben viele nach ein paar Jahren den Beruf auf oder reduzieren ihre Arbeitszeit. Das hat etwas mit der hohen Belastung zu tun. Pausen können selten genommen werden und kurzfristiges Einspringen ist die Regel. Viele sind emotional erschöpft, nicht wenige macht das alles krank. Auch noch so viel persönlicher Einsatz kann den strukturellen Personalmangel nicht ausgleichen.

Weil sich was ändern muss

Wir nehmen nicht länger hin, dass ausgerechnet in der Pflege täglich gegen den Gesundheits- und Arbeitsschutz verstoßen wird. Das ganze System funktioniert nur noch, weil die Beschäftigten ausgepresst werden. Für uns gehört es zusammen: Sich für eine gute Patienten- und Bewohnerversorgung einzusetzen und auch die eigene Situation zu verbessern. Mehr von uns ist besser für alle!

Mehr Personal per Gesetz

Die Gesundheitsminister/innen tragen die politische Verantwortung, dass Patienten und Bewohner sicher und gut versorgt werden. Deshalb fordern wir gesetzliche Vorgaben für die Personalausstattung in allen Pflegebereichen. Sie muss sich am Bedarf der Patienten orientieren. Als Sofortprogramm fordern wir, dass niemand mehr in der Nacht alleine arbeiten muss und dass es genug Zeit für Ausbildung gibt. Dafür sind kurzfristig 20.000 zusätzliche Stellen nötig.

Steuergelder für Krankenhäuser

Die Steuereinnahmen sind so gut. Die Rufe nach Steuersenkungen werden lauter. Die Krankenhausbeschäftigten hingegen fordern, dass die Länder endlich ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachkommen und die Investitionskosten übernehmen. Schließlich werden seit vielen Jahren Gelder der Krankenkassen, die eigentlich fürs Personal vorgesehen sind, für Neubauten und Großgeräte zweckentfremdet. Wir nehmen nicht mehr hin, dass der Staat auf Kosten unserer Gesundheit spart.

Entlastung setzen wir selber durch

Wir lassen die Arbeitgeber nicht aus ihrer gesetzlichen Verantwortung, die Arbeit so zu organisieren, dass niemand krank wird. Wir setzen Grenzen und fordern vom Arbeitgeber Notfallpläne, wenn die Arbeit mal wieder nicht zu schaffen ist. In ausgewählten Kliniken fordern wir die Arbeitgeber zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag Entlastung auf.

Sei Teil der Bewegung für mehr Personal und Entlastung im Krankenhaus. Wir lassen uns nicht länger vertrösten und wir bitten auch nicht länger um Anerkennung und Wertschätzung. Jetzt verschaffen wir uns Respekt! 

 

 


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Reichtumsuhr Deutschland

Ein Projekt des DGB Hessen-Thüringen & ver.di Hessen

 

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