Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 11/2016 - 07.03.2016

DGB-Saale-Orla-Kreis fordert zum Frauentag mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit

Im Jahr 2016 steht der Internationale Frauentag im Zeichen der Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit, wie die DGB-Kreisvorsitzende Ute Walther mitteilt: „Im EU-Vergleich ist die Arbeitszeit in Deutschland besonders ungleich. In Thüringen arbeitet jede zweite Frau in Teilzeit. Im Saale-Orla-Kreis ist sogar die deutliche Mehrheit der weiblichen Beschäftigten von Teilzeit betroffen. Das sind 7.106 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Frauen und zusätzlich 1.494 Frauen, die ausschließlich im Minijob tätig sind. Gerade bei wenigen Arbeitsstunden ist Teilzeit aber mit handfesten Nachteilen beim Einkommen, bei der Karriere und der sozialen Absicherung verbunden.“

Viele Frauen wollen mehr arbeiten, viele Männer weniger, um Beruf und Privatleben besser vereinbaren zu können. Real haben aber die wenigsten Beschäftigten den Einfluss auf Dauer, Lage und Takt ihrer Arbeitszeit, den sie sich wünschen und den sie brauchen würden, um Beruf, Hausarbeit und Kinderbetreuung bzw. Pflege partnerschaftlich zu teilen. Um Arbeitszeitsouveränität herzustellen, sind nach Auffassung des Deutschen Gewerkschaftsbundes auch geeignete gesetzliche Rahmenbedingungen durch eine Novellierung des Teilzeit- und Befristungsgesetzes notwendig.

Die DGB-Gewerkschaften fordern zum Internationalen Frauentag 2016:

•ein Recht auf Teilzeit für alle Beschäftigten,

•ein Recht auf befristete Teilzeit, damit Beschäftigte ihre Arbeitszeit wieder aufstocken können und auch Männer sich trauen, Arbeitszeit für eine Weile zu reduzieren,

•ein Recht, aus der Teilzeit wieder zurückzukehren. Damit die sprichwörtliche Teilzeitfalle nicht mehr zuschnappt.

Zudem müssen weitere Rahmenbedingungen wie Kinderbetreuungsangebote und die Abschaffung von finanziellen Fehlanreizen, wie das Ehegattensplitting, stimmen. „Als Gewerkschaften fordern wir die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für mehr Selbstbestimmung und damit Frauen und Männer dauerhaft ihre Existenz eigenständig sichern können. Vereinbarkeit ist eine Voraussetzung dafür, dass sich die Lücke zwischen Frauen und Männern beim Erwerbseinkommen sowie anschließend in der Rente schließt und trägt entscheidend dazu bei, Altersarmut zu verhindern“, so Ute Walther abschließend.

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