Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 35/17 - 29.12.2017

Im Saale-Orla-Kreis droht fast zwei Drittel der Beschäftigten Armut im Alter

Ute Walther erwartet von künftiger Bundesregierung, schnell zu handeln

Zum Jahreswechsel warnt die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Saale-Orla-Kreis vor steigender Altersarmut. Im Kreis verdienten Ende vergangenen Jahres 13.747 Beschäftigte (Vollzeit, ohne Auszubildende) weniger als 2.500 Euro brutto im Monat. Das geht aus Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor. Ein Bruttoeinkommen oberhalb dieser Grenze ist jedoch notwendig, um nach 40 Beitragsjahren nicht in die Grundsicherung zu fallen. Das gilt nach aktuellem Rentenrecht, wonach das Rentenniveaus bis zum Jahr 2030 auf bis zu 43 Prozent absinken wird.

Walther mahnt die im Bundestag vertretenden Parteien deswegen dringend, an ihre Zusagen vor der Wahl zu denken: „Das Rentenniveau darf nicht weiter absinken, sondern muss bei aktuell 48 Prozent stabilisiert und dann wieder auf 50 Prozent angehoben werden. Schließlich muss die Rente endlich wieder Schritt halten mit der Entwicklung der Löhne. Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen am Ende eines jahrzehntelangen Berufslebens für ihre Arbeit immer weniger Rente bekommen.“

Nach geltendem Recht soll das sinkende Rentenniveau durch private Altersvorsorge ausgeglichen werden. Inzwischen wisse aber jeder, dass das nicht funktioniere, so Walther „Riester ist gescheitert.“ Altersarmut zu bekämpfen, dürfe nicht auf die lange Bank geschoben werden. Stattdessen müsse ein Kurswechsel eingeleitet werden, um eine der großen Zukunftsfragen für die arbeitenden Menschen zu lösen. Das werde eine der wesentlichen Aufgaben jeder künftigen Bundesregierung sein. „Eine Bundesregierung, die die Altersarmut nicht angeht, von der nach heutigen Zahlen 65 Prozent der Beschäftigten im Saale-Orla-Kreis bedroht sind, kann man sich sparen“, erklärt Ute Walther.

 

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