Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 03/18 - 03.01.2018

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes Eisenach/Wartburgkreis, Michael Lemm, zieht mit Blick auf eine aktuelle DGB-Auswertung zur Wirkung des Mindestlohns positive Bilanz: „In Thüringen hat ca. ein Drittel der Beschäftigten direkt vom gesetzlichen Mindestlohn profitiert, die im Vorfeld von der Arbeitgeberseite prognostizierten Arbeitsplatzverluste sind dagegen nicht eingetreten

Peter Hintermeier bewertet die Lage am Arbeitsmarkt drei Jahre nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohns und formuliert seine Wünsche für 2018

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Sömmerda, Peter Hintermeier, zieht mit Blick auf eine aktuelle DGB-Auswertung zu den Wirkungen des Mindestlohns positive Bilanz. „In Thüringen hat ca. ein Drittel der Beschäftigten direkt vom gesetzlichen Mindestlohn profitiert, die im Vorfeld der Einführung von Arbeitgeberseite prognostizierten Arbeitsplatzverluste sind dagegen nicht eingetreten. Bei uns im Kreis Sömmerda haben seit Anfang 2015 die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse um 4% zugenommen, während die für die Beschäftigten in der Regel nachteiligen Minijobs um 2,9% abgenommen haben. Weil die Menschen mit der Einführung des Mindestlohns mehr in der Tasche hatten, ist die Binnennachfrage gestiegen und hat zur guten wirtschaftlichen Entwicklung beigetragen.“

Die DGB-Auswertung offenbart aus Sicht Hintermeiers aber auch eine große Schwäche des Arbeitsmarktes in Sömmerda. Stärkste Wachstumsbranche im Landkreis ist die Leiharbeit, wo die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze von Januar 2015 bis Ende August 2017 um 22,4% angewachsen ist und sich die Zahl der Minijobs verdoppelt hat. Dass die Zahl der Leiharbeitsplätze so stark angewachsen ist, zeige laut Hintermeier, dass das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort noch immer nicht durchgesetzt ist. „Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter sind nicht nur die ersten Leidtragenden bei Auftragsflauten oder Managementfehlern, sie sind auch in den Unternehmen Beschäftigte zweiter oder dritter Klasse.“

Für 2018 erwartet Hintermeier, dass der Gesetzgeber dafür sorgt, dass Leiharbeitsbeschäftigte endlich sichere und fair entlohnte Arbeitsplätze erhalten. Zudem müsse der Mindestlohn dringend so erhöht werden, dass er ausreicht, um für Zeiten der Arbeitslosigkeit oder Krankheit vorzusorgen und eine armutsfeste Rente garantiert.

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