Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 16/14 - 27.03.2014
Würde kennt keine Ausnahmen: Kein Lohn unter 8,50 Euro

DGB Saalfeld-Rudolstadt: Mindestlohn für alle, jetzt.

„Nach Jahren des Kampfes und politischen Drucks durch die Gewerkschaften hat die große Koalition einen bundesweiten gesetzlichen Mindestlohn zum 1. Januar 2015 vereinbart. Die Einführung des Mindestlohns würde für 304.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Thüringen eine unmittelbare Lohnerhöhung bedeuten.“ so Bernhard Hecker, Vorsitzender des DGB Kreisverbandes Saalfeld-Rudolstadt im Rahmen eines Gespräches für den Mindestlohn mit der Bundestagsabgeordneten Karola Stauche am 25. März 2014 in Saalfeld.

„Der Mindestlohn muss ohne Wenn und Aber für alle Beschäftigten gelten. Die Ausnahmen, um die seit Monaten von Arbeitgeberseite und in Teilen der Koalition gefeilscht werde, lehnt der DGB entschieden ab.“

Der klug eingeführte und kontrollierte gesetzliche Mindestlohn garantiere ein angemessenes Einkommen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und ein hohes Beschäftigungsniveau. Damit leiste der Mindestlohn auch einen Beitrag zur Stärkung des europäischen Wirtschafts- und Sozialmodells.

„Das Thema steht im Koalitionsvertrag und wenn das Gesetz ins Plenum kommt werde ich mich dem nicht entziehen“, so Karola Stauche MdB der CDU aus Saalfeld.

Hinweis

Die Zahlen sind dem IAQ Report 02/2014 entnommen und basieren auf einer Sonderauswertung des sozioökonomischen Panels (SOEP).

Der im Koalitionsvertrag vereinbarte Mindestlohn gilt ab dem 1. Januar 2015 überall dort, wo keine Tarifverträge wirken. In einer Übergangsfrist bis zum 1. Januar 2017 sind Ausnahmen für tariflich vereinbarte Entgelte unter 8,50 Euro möglich.

Mehr Infos zur Position des DGB http://www.dgb.de/themen/++co++b1ddf3e2-a3bb-11e3-936b-52540023ef1a

Dieser Artikel gehört zum Dossier:

Würde kennt keine Ausnahmen: Kein Lohn unter 8,50 Euro

Zum Dossier