Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 40/14 - 04.12.2014

Haushaltskonsolidierung darf nicht auf Kosten der Bildung gehen!

DGB Jena/SHK unterstützt Eltern beim Kampf gegen Gebührenerhöhung

In Jena stehen im Sozialbereich massive Haushaltskürzungen an. In der Folge stehen Vereine wie der Frauenverein Towanda e.V. auf der Kippe. An anderer Stelle wie den Kindertagesstätten werden die Defizite an die Eltern weiter gegeben. Die DGB-Kreisvorsitzende Dorothea Forch fordert einen freien Bildungszugang für alle – bereits im Kleinkindalter.

Erziehung, Bildung und andere soziale Dienstleistungen für verschiedenste Zielgruppen gehören zu den Kernbereichen öffentlicher Daseinsvorsorge, die von der Kommune ausreichend bereit zu stellen sind.“, so Forch.

In Jena gibt es derzeit eine Diskussion über die Erhöhung der KiTa-Gebühren und auch über die Heraufsetzung der maximalen Gebühr. Dafür soll die Qualität der Betreuung und der frühkindlichen Bildungsangebote qualitativ und quantitativ verbessert werden. „Die beständige Weiterentwicklung der Kitas sollte jedoch selbstverständlich sein und nicht zu einer Mehrbelastung von Eltern führen.“ fordert Forch und merkt weiter an, dass „gute Bildung für unsere Kinder der Grundstein für die Realisierung von Chancen im Leben ist und für Eltern – besonders für Frauen – ist eine gute, erschwingliche Betreuung die Basis für ein selbstbestimmtes Leben jenseits der Küche.“

Dabei darf die Qualitätssteigerung aber nicht auf dem Rücken von Erzieherinnen und Erziehern ausgetragen werden, deren Arbeit vergleichsweise unzureichend vergütet wird. Die Belastung in pädagogischen Berufen ist enorm. Der Betreuungsschlüssel in Jena entspricht jedoch längst nicht den wissenschaftlich empfohlenen Standards. Hier besteht also schon grundsätzlich Investitionsbedarf, der in der Verantwortung der Kommunen liegt, und nicht in der der Eltern.

Die Kommunen dürfen mit ihrer Aufgabe nicht allein gelassen werden – hier ist das Land Thüringen in der Pflicht, die Kommunen auch finanziell zu unterstützen. Durch verantwortungsloses Handeln, wie das Umbuchen von 200 Mio. € durch Nochfinanzminister Voß werden Kommunen allerdings mal eben ihrer Perspektiven beraubt.

„Der DGB-Kreisvorstand Jena/Saale-Holzland-Kreis begrüßt die Bestrebungen der rot-rot-grünen Koalition, ein kostenfreies Kita-Jahr einzuführen sowie die Arbeitssituation der Erzieherinnen und Erzieher zu verbessern“, schließt Forch.

 

 

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