Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 09/18 - 07.11.2018

Gedenken an die Pogromnacht 1938 am 09.11.2018 in Pößneck

Stadtführungen zum jüdischen Leben in Pößneck 

am Freitag, den 9. November veranstaltet der DGB Kreisverband Saale-Orla-Kreis gemeinsam mit der „Initiative für Stolpersteine in Pößneck“ Zum 80. Jahrestag der „Reichspogromnacht“ einen Rundgang zu den Gedenksteinen in Pößneck. Startpunkt ist um 18 Uhr am Friedenspfahl im Park der Gottesackerkirche.

Die Stolpersteine erinnern an Menschen, die von den Nationalsozialisten im 3. Reich aufgrund ihrer Religion, Herkunft oder politischen Überzeugung verschleppt worden  und in Konzentrationslagern umgebracht wurden. „So etwas darf sich nie wieder wiederholen!“ so Ute Walther, die Vorsitzende des DGB Kreisverbandes. „Deshalb muss die Erinnerung an solche Geschehnisse, die hier bei uns passiert sind wach gehalten werden“, so Walther weiter. Wir laden Bürgerinnen und Bürger aus Pößneck recht herzlich ein, sich unserem Stadtrundgang anzuschließen

Hintergrundinformationen zu den Familiengeschichten liefert Stadtführer Philipp Gliesing, der innerhalb des Vereins Pößneck Alternativer Freiraum e.V. eine Geschichtswerkstatt leitet und im Januar 2014 eine regionalgeschichtliche Broschüre veröffentlichte.

Eine weiterer Rundgang ist am 13.11.2018, ab 17 Uhr (Start: Marktplatz / Ende: Stadtmuseum), im Rahmen der Veranstaltung „Antisemitismus“ der Partnerschaft für Demokratie im Saale-Orla-Kreis geplant.

Informationen zur Stadtführung:

Die Thematische Stadtführung bietet eine reflektierende und authentische Perspektive auf die dunkelste Etappe der deutschen Geschichte. Die Vermittlung der bewegenden Schicksale der Pößnecker Juden trägt wesentlich zur Identifizierung mit der Stadtgeschichte bei. Beleuchtet wird insbesondere auch die Umsetzung der nationalsozialistischen Staatspolitik auf kommunaler Ebene, die „reichsweit“ in verschiedenen Schritten folgte und teils regionale Besonderheiten aufwies.

Da Pößneck im Zuge der Industrialisierung zu einem Wirtschaftsstandort von überregionaler Bedeutung wurde, war die Existenz einer kleinen Jüdischen Gemeinde auch nicht unverständlich. Denn mit der Entwicklung modernen Bürger- und Freiheitsrechte im 19. Jahrhundert wurde es auch für Menschen mit jüdischen Glauben selbstverständlich sich als Bürger unter Bürgern in die Gesellschaft einzubringen.

Die einstigen jüdischen Wohn- und Geschäftsstellen sind für heute Orte des historischen Geschehens. Hier wohnten und lebten Nachbarn, Freunde und Kollegen, die als Händler, Angestellte und Kaufleute bis 1933 im Stadtleben integriert waren. Hier verschwanden sie alleine oder mit der ganzen Familie, und die letzte Fahrt vom Pößnecker Bahnhof führte in die Todeslager der SS.

Ansprechpartner:

Philipp Gliesing, Pößneck Alternativer Freiraum e.V.

Tel.: 01522 72 78 154, E-Mail: philipp@gliesing.de

 


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