Deutscher Gewerkschaftsbund

22.01.2018

Neujahrsempfang des DGB Kreisverbandes Weimar/Weimarer Land

Neujahrsempfang

DGB/Langhammer

Der Kreisverband Weimar/Weimarer Land lud am 20. Januar 2018 zu seinem Neujahrsempfang traditionell ins Vereinshaus „Zur Linke“ nach Weimar-Ehringsdorf ein. Der Einladung folgten Gäste aus Gewerkschaften, befreundeten Organisationen und der Politik.

In seiner Begrüßung ließ Torsten Lerche das vergangene DGB-Jahr Revue passieren ging auf kommende Herausforderungen ein. Er erinnerte an die gewerkschaftlichen Forderungen an die Parteien zur Bundestagswahl und stellte die Frage, was sich davon im Sondierungspapier von CDU und SPD wiederfinde. Die Gewerkschaften hatten beispielsweise einen Kurswechsel in der Rentenpolitik und eine Wiederanhebung des Rentenniveaus auf etwa 50% gefordert, was sich im Papier nur ansatzweise zeige. Sehr persönlich habe ihn der Einzug der AfD in den Bundestag getroffen.

Mit Blick auf die Warnstreikbewegung in der Metall- und Elektroindustrie wünschte er den KollegInnen viel Erfolg und versicherte sie der Solidarität und Unterstützung durch den DGB in Weimar.

Die im Jahr 2018 stattfindenden Betriebs- und Personalratswahlen seien für die DGB-Gewerkschaften eine wichtige Herausforderung. „Wir brauchen mehr Tarifbindung und Mitbestimmung! Aktuell sind nur 13 % der Thüringer Betriebe mit mindestens fünf Beschäftigten mitbestimmt, wobei dennoch 47% der Beschäftigten in Betrieben arbeiten, in denen es einen Betriebs- oder Personalrat gibt. Nur 20% der Thüringer Betriebe sind tarifgebunden, wobei allerdings 46% der in Thüringen Beschäftigten unter tarifvertraglich geregelten Bedingungen arbeiten. Das muss mehr werden, denn Mitbestimmung sichert nicht nur gute Arbeitsbedingungen, betriebliche Mitbestimmung geht auch mit einer höheren Tarifbindung einher und ist erfahrungsgemäß dort zu finden, wo es einen hohen gewerkschaftlichen Organisationsgrad gibt.“

 

 

Renate Licht

DGB/Langhammer

Einen Ausblick ins Jahr 2018 gab auch die Hauptrednerin Renate Licht, Geschäftsführerin der DGB-Region Thüringen. Die Auseinandersetzung mit der AfD werde ein Handlungsschwerpunkt bleiben müssen. Daneben benötigten auch die Entwicklungen am Arbeitsmarkt die andauernd Aufmerksamkeit von Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern. Statisch stehe der der Arbeitsmarkt sehr gut da, doch die Entwicklung bei Coca-Cola, Siemens oder Opel zeige den gefährlichen Trend, dass (hoch) qualifiziert, gut bezahlte und mitbestimmte Arbeitsplätze abgebaut werden, während eher einfache, gering bezahlte Arbeitsplätze, vor allem im Bereich Logistik, aufgebaut werden. Natürlich würden auch Arbeitsplätze für geringer Qualifizierte benötigt. Davon gebe es in der Region aktuell aber genug. Bei Arbeitsplätzen käme es längst nicht mehr nur auf Quantität, sondern vor allem auf Qualität an.

Reichtumsuhr Deutschland

Ein Projekt des DGB Hessen-Thüringen & ver.di Hessen

 

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